Motto lautet: „Bäume kennen keine Grenzen“

Letzte Aktualisierung:
11951001.jpg
Mit viel Einsatz: Milena, Letizia und Marlon pflanzten einen der Schwarzkiefer-Setzlinge im Nationalpark De Meinweg. Foto: Rouven Soyka

Roerdalen-Vlodrop. Während Milena den zarten Setzling festhielt, klopfte Letizia die Erde um den jungen Baum behutsam mit einem Spaten fest. Klassenkamerad Marlon hatte inzwischen bereits das nächste Loch für eine der insgesamt 1200 Schwarzkiefern vorbereitet.

So eingespielt wie das Trio waren knapp 70 Schüler der Katholischen Grundschule aus Wegberg-Arsbeck sowie der niederländischen Basisschool St. Martinus aus Vlodrop (Roerdalen). Sie pflanzten 1200 Schwarzkiefer-Setzlinge in den Boden. „Bäume kennen keine Grenzen – Bomen kennen geen grenzen“ – lautete das Motto auch beim 23. Internationalen Baumpflanztag.

Seit mehr als 20 Jahren veranstaltet der Naturpark Schwalm-Nette gemeinsam mit der Gemeinde Roerdalen diesen Internationalen Baumpflanztag in der Grenzregion – im jährlichen Wechsel je einmal auf niederländischer und deutscher Seite.

In diesem Jahr trafen sich die fleißigen Helfer im Nationalpark De Meinweg in der Nähe des Grenzübergangs Rothenbach/Vlodrop. „Wir freuen uns über das rege Engagement der Schüler und die gute Zusammenarbeit mit den Schulen“, sagte Michael Puschmann, Geschäftsführer des Narturparks.

Eine Erinnerungstafel und ein Erinnerungsbaum informieren Wanderer und Spaziergänger über den Einsatz der Kinder. „Die Schüler entwickeln durch die Pflanzarbeit bereits früh ein Umweltbewusstein und setzen sich im Vorfeld der Pflanzaktion mit der Natur in unserer Region auseinander“, erklärte Dr. Ferdinand Schmitz, Vorsitzender der Verbandsversammlung vom Naturpark.

Die Schulklassen hatten sich auf den Tag mit einem Baumbuch vorbereitet. Darin steht Wissenswertes über die Geschichte des Meinwegs, den Aufbau und die Bedeutung von Wald sowie das Pflanzen von Bäumen.

„Wir möchten durch die Beschäftigung mit der Geschichte der Grenzregion und die gemeinsame Arbeit der Schüler beider Länder ein besseres gegenseitiges Verständnis und einen Beitrag für die Natur leisten“, so Naturparklehrer Karl-Wilhelm Kolb, Organisator des Baumpflanztags beim Naturpark Schwalm-Nette.

Die Tradition des Baumpflanztags kommt ursprünglich aus Nebraska (USA). Dort initiierte 1854 der Journalist und Verleger J. Sterling Morton Baumpflanzaktionen, um den fast baumlosen Bundesstaat zu bewalden. Nachdem sich die Bewegung in anderen amerikanischen Bundesstaaten etabliert hatte, breitete sie sich auf andere Kontinente aus.

Im Unterschied zum Tag des Baumes, der weltweit am 25. April begangen wird, wird im Naturpark Schwalm-Nette einen Monat früher gefeiert. Grund ist der Brauch vom „Boomfeestdag“. Dieser wird seit 1957 in den Niederlanden gefeiert. Ziel der niederländischen Pflanzaktionen an Schulen ist es, Kindern die Bedeutung von Bäumen zu vermitteln. So erhalten die Schüler im März die Gelegenheit, Bäume zu pflanzen. Der März-Termin hat zudem einen weiteren Vorteil: In der Region Niederrhein und den Niederlanden ist die Chance im März weitaus höher als im April, dass die jungen Bäume anwachsen, erklärte der Naturpark.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert