Motto der Interkulturellen Woche: „Wer offen ist, kann mehr erleben“

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Sie freuen sich auf die Interkulturelle Woche: Hückelhovens Bürgermeister Bernd Jansen, Hüseyin Beytekin ­(DiTIB), Christian Ehlers (Integrationsagentur für Migranten), Heinz Josef Schmitz, Integrationsbeauftragter der Stadt Hückelhoven, und Birgit Fluhr-Leithoff, Ganztagskoordinatorin im Gymnasium Hückelhoven.

Kreis Heinsberg. Die bundesweiten Aktionen zur Interkulturellen Woche stehen unter dem beziehungsreichen Titel „Wer offen ist, kann mehr erleben“. Ein breites Netzwerk hat sich in Hückelhoven unter maßgeblicher Beteiligung der Stadt Hückelhoven in einem Arbeitskreis zusammengefunden, um die Interkulturelle Woche vom 22. bis zum 28. September vorzubereiten. Entstanden ist dabei eine sehr umfangreiche und interessante Veranstaltungsreihe, die mit dem abwechslungsreichen Programm breit in die Gesellschaft hineinwirken möchte. Schirmherr ist Landrat Stephan Pusch.

Den Auftakt bildet am Sonntag, 22. September, von 14 bis 16 Uhr ein interreligiöser Friedensgang, der vom Friedenspfahl auf dem Hartlepooler Platz über verschiedene Stationen bis zum Interkulturellen Zentrum in der Martin-Luther-Straße führen wird.

Begegnungen

Ein wesentlicher Teil der Veranstaltungen zielt darauf ab, Begegnungen zwischen Menschen mit unterschiedlicher Herkunft zu ermöglichen, um so ein Kennenlernen sowie einen Austausch von Gedanken und Erfahrungen anzuregen. Dies erfolgt über gemeinsame Frühstückszeiten. So findet im Café Urfa Sofrasi am Montag von 9 bis 11 Uhr ein Frühstück mit Frauen verschiedener Herkunft statt, das von der Frauengemeinschaft ausgerichtet wird.

Neben dem Angebot von Treffpunkten sollen in der Interkulturellen Woche aber auch Projekte sich vorstellen, die sich insbesondere dem Gedanken der Integration verpflichtet fühlen.

Dazu gehört beispielsweise das Nähprojekt Zusammen nähen, das seit vier Jahren bereits erfolgreich läuft und über das gemeinsame Nähen Frauen aus ganz verschiedenen Ländern zusammenführt. Dieses Projekt wurde für sein Engagement, Integration im Kreis aktiv zu gestalten und zu fördern, in diesem Jahr mit dem Integrationspreis der Sparkassenstiftung für Völkerverständigung ausgezeichnet.

Dieser Nähkurs öffnet an mehreren Tagen seinen Kursraum, um Einblick in seine Arbeit zu gewähren und zum Mitmachen (Mitternachtsnähen am Freitag von 19 bis 24 Uhr) zu bewegen.

Auch andere Projekte stellen sich vor wie das Trommelprojekt im Familienzentrum Hückelhoven (am Mittwoch von 15 bis 17 Uhr) oder der Talent-Kaffee, der am Mitwoch von 18 bis 20 Uhr von der Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten in der Kreisverwaltung in Heinsberg ausgerichtet wird.

Mit einem Netzwerk will er besonders Frauen mit Migrationshintergrund ansprechen und sie ermutigen, den Einstieg ins Berufsleben zu suchen. Interkulturelle Aktionen gibt es im Laufe der Wioche auch in Erkelenz und Geilenkrichen.

Der Abend der Kulturen findet am Mittwoch statt, ein Abend, bei dem verschiedene Vertreter unterschiedlicher Herkunftsländer etwas aus ihrer Heimat präsentieren wollen. Gerade Hückelhoven ist mit seinen 86 verschiedenen Nationalitäten ausgesprochen multi-ethnisch geprägt.

Davon werden bei dieser Veranstaltung von 19.30 bis 21.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums Impressionen in Wort, Bild und Musik aus dem Iran, Portugal und Russland geboten.

Am Freitag, 27. September, dem Internationalen Tag des Flüchtlings, findet um 18 Uhr ein Fußballspiel von Juniorinnen-Mannschaften statt. Gerade Sport – und insbesondere der Mannschaftssport – ist nach Ansicht der Initiatoren eine ausgezeichnete Form der Integration nach dem Motto: „Fair geht vor!“

Und so wird unter der Leitung des Schiedsrichters, Imam Musa Gökce, im Glück-Auf-Stadion dieses Spiel ausgetragen. Damit werden auch die Jüngeren besonders angesprochen, zumal von 15 bis 17 Uhr auch das DFB-Mobil mit Demo-Training vor Ort sein wird.

Ebenfalls an die Jüngeren richtet sich am Samstag von 11 bis 14 Uhr die interkulturelle Schatzsuche, die abseits von verkehrsreichen Straßen dazu einlädt, beziehungsreiche Orte aufzusuchen, dort kleine Aufgaben zu lösen und dann auch eine Belohnung zu erhalten.

Die Abschlussveranstaltung findet am Samstag von 19 bis 21 Uhr im Gymnasium Hückelhoven statt. Mit dem thematischen Bezugspunkt zu der ethnischen Gruppe der Sinti und Roma soll in Texten und musikalischen Beiträgen ein Beitrag gegen Ausgrenzung und Diskriminierung und für die kulturelle Vielfalt geleistet werden.

Dafür steht der Titel „Diri Diri – Tandaradei“, eine Zusammensetzung, die Freude am Lebendigsein zum Ausdruck bringen soll. An diesem Abend wird auch Roman Franz, der Vorsitzende des Landesverbandes der Sinti und Roma in Nordrhein-Westfalen, zu Gast sein.

Ausstellungen

Drei Ausstellungen werden in der Interkulturellen Woche zu sehen sein werden. Am Abend der Kulturen wird die Geschichte der Russlanddeutschen zu sehen sein. Während der Woche kann die Ausstellung „Frauen im Kreis Heinsberg: Verschiedene Herkunft – gemeinsame Zukunft?!“ im Rathaus der Stadt Wegberg betrachtet werden.

Und die Ausstellung der Spurensuche, welche die Geschichte vor allem der türkischen Zuwanderung nach Hückelhoven verdeutlicht, ist in den Räumen des Rathauses in Hückelhoven zu sehen.

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