Kreis Heinsberg - Motto beim Tag der offenen Tür lautet: „Mäuse für unser Tierheim“

Motto beim Tag der offenen Tür lautet: „Mäuse für unser Tierheim“

Von: defi
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Beim Tag der offenen Tür im Heinsberger Tierheim: Alexandra Koch und ihre Tochter Juliane freundeten sich mit einer Mischlingshündin an. Foto: defi
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Die Tiersegnung ist inzwischen fester Bestandteil des Programms beim Tag der offenen Tür im Tierheim an der Stapper Straße in Heinsberg-Kirchhoven. Foto: defi

Kreis Heinsberg. Die Katzen im Heinsberger Tierheim dürften gejubelt haben, als sie vom neuen Slogan des Tierschutzvereins für den Kreis Heinsberg Wind bekamen: „Mäuse für unser Tierheim“! Leider – aus Sicht der Katzen – ist das Motto natürlich im übertragenen Sinn zu sehen: „Mäuse“ gleich „Kohle“ gleich „Bares“ ist gemeint.

Ganz schön viel Geld braucht der Tierschutzverein, um sein Tierheim in Heinsberg-Kirchhoven an der Stapper Straße fit zu machen für die Zukunft. Beim Tag der offenen Tür, stets ein wichtiger Termin für alle Tierfreunde, hatte der Tierschutzverein wieder alles aufgeboten, um den Besuchern einen schönen Tag rund ums Tier zu bieten und die Kassen klingeln zu lassen für den guten Zweck: Weiterführung der erfolgreichen Tierschutzarbeit und Realisierung des Modernisierungsvorhabens.

Landrat Stephan Pusch, Schirmherr des 1,5 Millionen-Euro-Bauprojektes mit Modernisierung und ­Erweiterung, und Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder gingen beim Tag der Offenen Tür mit gutem Beispiel voran, schnürten die Schürzen um und verkauften „Mäuse für Mäuse“. Leckere kleine Backwaren in Mäuseform – frisch von Bäcker Dick gestiftet – gingen weg wie die „warmen Semmeln“ und brachten alleine schon 1500 Euro ein. Weitere Spenden von Tierfreunden kamen hinzu, sodass am Abend 3500 Euro die Kasse füllten. Die Einnahmen des beliebten Floh- und Büchermarktes sowie aus dem Getränke- und Speisenverkauf kommen noch hinzu.

Ihr „leibliches Wohl“, für das mit Waffelvariationen, Eis und vielem mehr bestens gesorgt war, ließen sich die Besucher gerne den einen oder anderen Euro kosten. Die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Bianka Mai, war sichtlich zufrieden: „Zwölf Jahre hat es gedauert, bis 1987 das heutige Tierheim seine Pforten öffnen konnte und das in einer Zeit, als Tierschutz längst nicht so aktuell war wie heute. Mit der Unterstützung, die wir jetzt schon von vielen Seiten erfahren, wird es sicherlich keine zwölf Jahre dauern, bis der Erweiterungsbau steht.“

Der frische Wind im Tierschutzverein war auch beim Tag der offenen Tür deutlich zu spüren. Nicht nur das professionell gestaltete neue Logo, die Super-Idee „Mäuse für das Tierheim“ und das ehrenamtliche Engagement der vielen Mitarbeiter, sondern auch die Vernetzung mit anderen Tierschutzorganisationen zeigen, dass der Tierschutz sich in der Gesellschaft neu positioniert.

Alexandra Koch aus Gillrath und ihre Tochter Juliane waren auf der Suche nach einer Hündin am Zwinger eines Mischlings angekommen und knüpften erste Bande mit der Hündin, die schon einiges erlebt hat. Sie fristete einst als Straßenhund in Rumänien ihr Dasein, kam glücklicherweise in ein Tierheim, das mit der deutschen Tierschutzorganisation Freundeskreis Bruno Pet zusammenarbeitet und entging so dem traurigen Schicksal, ihr Leben im Heim zu verbringen oder getötet zu werden. Das Tierheim in Kirchhoven hatte die Hündin, die von „Bruno Pet“ im Transporter nach Deutschland geholt worden war, aufgenommen. Manuela Görden am Infostand von „Bruno Pet“: „Hier in Deutschland haben die Hunde sehr gute Vermittlungschancen. Alle Tiere wurden von uns medizinisch versorgt und registriert.“

Großer Beliebtheit bei den Hundehaltern erfreute sich wieder die Tiersegnung beim Tag der Offenen Tür, die von den Pfarrern René Mertens und Sebastian Walde im Rahmen eines Gottesdienstes vorgenommen wurde.

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