Motivierende Kurzintervention soll Jugendlichen helfen

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Expertinnen im Kreishaus: Ilona van Halbeek (l.) vom Gesundheitsamt und Brigitte Hocks vom Jugendamt.

Kreis Heinsberg. Jüngste Zahlen aus der euregionalen Jugendbefragung belegen, dass Erfahrungen mit Alkohol und illegalen Drogen wie Cannabis und Ecstasy bei einem großen Teil der Jugendlichen zum Alltag gehören.

Auffällig ist aber, dass gerade jugendliche Konsumenten sich in der Regel nicht als suchtgefährdet sehen, zumindest solange keine schwerwiegenden Folgeprobleme – zum Beispiel im Bereich der Gesundheit, in der Schule oder mit dem Führerschein – auftreten. Freiwillig nutzen sie kaum die bestehenden Beratungsangebote, wie etwa die des Gesundheitsamtes. Andererseits sorgen sich die Kontaktpersonen von Jugendlichen, also Lehrer, Schulsozialarbeiter oder Mitarbeiter in Jugendfreizeiteinrichtungen, die immer wieder vor der Frage stehen, wie sie angemessen reagieren und effektiv handeln können, wenn ihre Schützlinge häufig zu viel Alkohol trinken oder auch kiffen.

An dieser Stelle setzt die Fortbildung „Move – motivierende Kurzintervention bei konsumierenden Jugendlichen“ an, die vom Kreisgesundheitsamt in Kooperation mit dem Kreisjugendamt angeboten wird. Die dreitägige Fortbildung für Mitarbeiter aus den Bereichen Jugendarbeit, Jugendhilfe und Schule findet statt am 26. und 27. August sowie 2. September im Haus St. Georg in Wegberg-Watern.

„Das Konzept Move geht davon aus, dass jede Verhaltensänderung, also auch im Bereich des Konsums, nicht von heute auf morgen passiert. Veränderung ist immer ein Prozess, der in Phasen verläuft“, erläuterte Ilona van Halbeek, Fachkraft für Suchtvorbeugung des Gesundheitsamtes. „Ein zentrales Stichwort in der Beratung von konsumierenden Jugendlichen ist deshalb die Motivation. Diese gilt es im einfühlsamen Gespräch mit dem Jugendlichen entsprechend seiner Phase zu entwickeln und voranzutreiben“, erklärte Brigitte Hocks, zuständig für den Bereich Jugendarbeit und Jugendschutz des Kreisjugendamtes.

Für jede Phase gebe es brauchbare Handlungsstrategien und Gesprächstechniken, die in der Fortbildung theoretisch vermittelt und in Rollenspielen ausprobiert würden. Neben den Gesprächstechniken würden auch rechtliche Fragen im Umgang mit illegalen Drogen beantwortet, Hintergründe zur Suchtentstehung erläutert und von neuen Trends auf dem Drogenmarkt berichtet.

Anmeldung (bis 15. Juli): Ilona van Halbeek, Fachkraft für Suchtvorbeugung, Kreisgesundheitsamt, Telefon 02452/135317, Mail: ilona.vanhalbeek@kreis-heinsberg.de.

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