Montag öffnet der Ausweichkindergarten seine Türen

Von: vm
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Wassenberg-Steinkirchen. Große Erleichterung nach dem Kindergartenbrand in Steinkirchen: Wie Manfred Sieg vom Gebäudemanagement der Stadt und Kindergartenleiterin Annette Wertz mitteilten, ist es gelungen, alle Kinder ab Montag, 9. Januar, in dem Ausweichquartier im alten Kindergarten Effeld unterzubringen.

„Wir haben ein Mammutprogramm hinter uns”, sagte Sieg, und ganz abgeschlossen sei es auch noch nicht. Aber bis Sonntag seien garantiert alle Auflagen erfüllt, und der Nutzung der Räume stünde nichts mehr im Weg. Alle Eltern seien schon informiert.

Nach dem Brand einen Tag vor Weihnachten mussten die Eltern eine Woche ohne Betreuung überbrücken, denn normalerweise hätte der Kindergarten nach den Weihnachtsferien bereits am 2. Januar wieder geöffnet. Betroffen sind rund 80 Kinder in vier Gruppen, wovon eine auf Kinder unter drei Jahre ausgelegt ist.

Dank kurzer Dienstwege und schneller Zuarbeit aller zuständigen Behörden sei es möglich geworden, in doch relativ kurzer Zeit eine Lösung zu finden, sagte Sieg weiter. Beteiligt waren Landes- und Kreisjugendamt, Bauordnungsamt und Unfallkasse.

Und die Ausstattung? Vom Speicher des noch relativ neuen Kindergartens in Steinkirchen wurde ausrangiertes Spielzeug geholt, gesäubert und nach Effeld gebracht. Außerdem hatten sich einige Eltern bereiterklärt, fehlende Sachen zu spenden.

Möbel waren in Effeld noch vorhanden und können genutzt werden, ergänzt wurde die Ausstattung mit gereinigten Möbeln aus dem Obergeschoss des Steinkirchener Kindergartens. Früher gab es je einen Kindergarten in Effeld und Ophoven, heute einen gemeinsamen in Steinkirchen.

Nachdem der Effelder Kindergarten geschlossen worden war, hatten Vereine die Räume genutzt. „Ohne deren Zustimmung hätten wir auf die Räume nicht ausweichen können. Das muss man betonen”, sagte Sieg. Die Ortsvorsteher von Ophoven und Effeld seien ebenfalls behilflich gewesen.

Eine größere Herausforderung sei dagegen die Übermittagbetreuung gewesen. Bislang wurde selbst gekocht, in Effeld gibt es aber keine Küche. Es sei nicht so leicht gewesen, einen Caterer zu finden, sagte Sieg. Schließlich habe man die Firma Esser aus Lövenich gewinnen können.

Die Erreichbarkeit des Kindergartens, auf dem fernmündlichen Weg, ist übrigens dieselbe geblieben: „Wir haben weiterhin die Nummer 5514”, sagte Kindergartenleiterin Wertz.

Während dies also gut geregelt ist, steht im neuen Kindergarten noch viel Arbeit an. Wie Sieg berichtete, muss teilweise der Putz erneuert, die Ausstattung im Erdgeschoss inklusive Spielzeug ersetzt, neue Trennwände geliefert und die Edelstahlküche demontiert, gereinigt und wieder installiert werden.

In drei bis sechs Monaten soll das alles erledigt sein, die genaue Höhe der Kosten ist nach wie vor unklar.
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