Mittelalterlicher Markt wie ein Wintermärchen

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Beim mittelalterlichen Weihnachtsmarkt in Heinsberg: Die vier Mitglieder der professionellen Schwertkämpfergruppe Equites aus Tschechien waren die Stars auf dem Burgberg. Foto: Petra Wolters

Heinsberg. Frostige Temperaturen und eine wie Puderzucker anmutende Schneehaube, die den Heinsberger Burgberg bedeckte: Sie machten die vierte Auflage des historischen Weihnachtsmarktes am Wochenende zu einem echten Wintermärchen.

Schon bei der Eröffnung am Freitagabend hatte es die Menschen vorbei am Selfkantdom oder über die Stufen aus der Innenstadt hoch auf das Bergplateau gezogen. Dort gruppierten sich die Stände von Händlern und Handwerkern, die Bühne, das Lager der Wikinger und die Essensstände schon in gewohntem Bild rund um die Taverne. Dazwischen offene Feuerstellen, die das Winterwetter erträglich machten.

„Volk von Heinsberg, eilet herbei”, rief Marktmeister Frank Pfetzing alle Besucher zusammen, um mit ihnen gemeinsam „Herrn von und zu Dieder, den ersten Mann des Magistrats” zu begrüßen. „Das ist wacker, dass ihr an der Stätten seid”, hieß er den Bürgermeister willkommen. „Wir sind froh, dass ihr euch mit eurem Hab und Gut durch den Schnee hierher geschleppt habt”, lobte Dieder im Gegenzug die von weither angereisten Teilnehmer des Marktes.

Dazu gehörten bekannte Gesichter wie Anne Pfetzing mit ihrem Holzspielzeug, aber auch viele neue Stände waren zu entdecken. So waren in diesem Jahr erstmals ein Bogenbauer, ein Buchbinder sowie der Schmuckwerker Hauke Leitsmann da. „Die Kulisse hier ist wirklich einzigartig”, war er nicht nur mit dem Marktambiente zufrieden, sondern auch mit seinen Verkaufsergebnissen. Das kulinarische Angebot bereicherte die „Feldbeckerey” von Jeannette Frey, mit frisch gebackenem, dunklen Brot, mit Früchtebrötchen, belegten Kräuterfladen oder warmen Schokoringen.

Die Attraktion im Unterhaltungsprogramm war neben Musikern aus Prag die ebenfalls eigens aus Tschechien angereiste, professionelle Schwertkämpfer-Gruppe Equites, die auch in Filmen zu sehen ist. Sie begeisterte das Publikum auf dem Burgberg mit äußerst authentisch wirkenden Kämpfen, die sie mit unterschiedlichen Waffen in Szene setzte.

Die ganz kleinen Besucher liebten besonders William, den Magier. Er zauberte Knoten aus Schnüren oder Bälle in Kinderhände wie die von Thore Hendelkens (7) aus Lieck.

„Das ist für Kinder besonders schön hier”, freute sich auch Ralf Düskau aus Ratheim,, der mit Sohn Jonathan den Markt besuchte.

Da störte es nicht, dass Magier William einen Regenschirm in eine ebenso unhistorische Strandmatte eindrehte. „Das ist ein modisches Faltdach für feucht scheinende Sonne”, lachte Marktmeister Pfetzing, der mit der neuen Auflage des historischen Marktes schließlich ebenfalls sehr zufrieden war. „Der Zuspruch ist toll! Wir haben das Gefühl, hier jedes Mal mit offenen Armen empfangen zu werden”, freute er sich. „Es gab Besucher, die waren sogar mehrmals hier an diesem Wochenende.”
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