Hückelhoven-Hilfarth - Mitarbeiter der Matratzenfabrik können aufatmen

Mitarbeiter der Matratzenfabrik können aufatmen

Von: Norbert F. Schuldei
Letzte Aktualisierung:

Hückelhoven-Hilfarth. Bei der Flut von schlechten Nachrichten, die seit Wochen Tag für Tag auf uns niederprasseln, wirkt eine gute Nachricht erkennbar schmerzlindernd: „Wir sind sehr erleichtert, dass einer der größten Arbeitgeber in Hückelhoven weiterbesteht.” Sagt Björn Vogel, der bei der Stadt Hückelhoven für Wirtschaftsförderung zuständig ist.

„Einen besseren strategischen Partner konnten wir kaum finden.” Sagt Andreas Krämer, Geschäftsführer der Silentnight Houben GmbH. „Durch die äußerst planvolle und umsichtige Vorgehensweise aller Beteiligten im Unternehmen können die bisherigen Mitarbeiter weiter arbeiten.” Sagt Insolvenzverwalter Carsten Lange. Die gute Nachricht also: In Hilfarth werden weiter Matratzen produziert - allerdings unter dem neuen Namen „Matratzenfabrik Houben GmbH”.

Bei der Betriebsversammlung am Freitagnachmittag war es schon kein Geheimnis mehr - nicht nur schlechte Nachrichten verbreiten sich wie ein Lauffeuer: Die seit dem 3. Dezember im Insolvenzverfahren schwebende Matratzenfabrik Silentnight Houben GmbH hat einen Investor gefunden und wird weiter in Hilfarth Matratzen produzieren. „Luc de Coninck ist geschäftsführender Gesellschafter der belgischen Matratzen- und Bettenfabrik ,van Landschool´ und hat als neuer Investor die Vermögensmasse der Silentnight Houben GmbH gekauft”, sagt Rechtsanwalt Carsten Lange, der von der ersten Stunde an die Insolvenz der Firma verwaltete.

„Er hat dafür gesorgt, dass es keinerlei Zeitverzögerung seit der Eröffnung des Verfahrens gegeben hat und wir sofort sowohl mit unseren Lieferanten wie auch mit unseren Kunden sprechen und ihnen versichern konnten, dass unsere Lieferfähigkeit abgeprüft ist”, sagt Andreas Krämer, der bisher Geschäftsführer der Matratzenfabrik vor den Toren Hilfarths war. Fachleute sprechen davon, dass die „operativen Dinge” mit dem Investor schnell geregelt werden konnten; reden von einer „übertragenden Sanierung” der Firma und davon, dass mit Luc de Coninck der „Wunschinvestor” den Zuschlag erhalten habe, weil er ein „strategischer„ Investor sei.

Den 96 Mitarbeiter, die zu einem großen Teil schon viele Jahre in dem Unternehmen beschäftigt sind, wird das völlig wurscht sein: Hauptsache, sie behalten ihren Arbeitsplatz. Und es ist ihnen auch egal, ob sie für „Silentnight Houben GmbH” oder für die „Matratzenfabrik Houben GmbH” produzieren. Auf alle Fälle werden sie nach den Turbulenzen der vergangenen Wochen wieder ruhiger schlafen können.
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