Mit Zeitzeuginnen ins Gespräch kommen

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Dieses Foto einer Hebamme mit
Dieses Foto einer Hebamme mit ihrem Fahrrad ziert das erste Buch von Maria Meurer und Alexandra Gedak über die Arbeit der Hebammen in der Region. Jetzt soll das Werk in einer erweiterten Fassung neu aufgelegt werden.

Kreis Heinsberg. Seit zehn Jahren bereits beschäftigt sich die Gruppe „Frauenschätze” mit der Sammlung von Daten und Geschichten zur Kulturgeschichte der Frauen im Kreis Heinsberg. In diversen Veröffentlichungen hat diese Arbeit bereits Niederschlag gefunden, etwa in dem Buch „Als die Hebamme noch mit dem Fahrrad kam”.

Dieses Buch, von dem bisher bereits 800 Exemplare verkauft worden sind, soll jetzt neu aufgelegt und erweitert werden. Dafür wollen die beiden Autorinnen, die Journalistin Maria Meurer und die Kulturwissenschaftlerin Alexandra Gedak, Zeitzeuginnen miteinander ins Gespräch bringen. Rahmen dafür sollen Veranstaltungen der Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg sein, der sich die „Frauenschätze” bereits im Jahr 2008 angeschlossen haben. Seit zwei Jahren sind sie sogar ein eingetragener Verein mit Namen „Frauenschätze - Weibliche Geschichte im Kreis Heinsberg”.

Bei der ersten Gesprächsrunde „Kinder bekommen: Wie ging das damals ohne Krankenhaus?”, die am Mittwoch, 24. Oktober, 19 Uhr, im Berufskolleg in Erkelenz an der Westpromenade stattfindet, steht dann auch nicht allein die Arbeit der Hebamme in früheren Zeiten im Fokus. Vielmehr geht es den Autorinnen auch um Berichte von Frauen, die ihre Kinder entbunden haben und von ihren Empfindungen in Bezug auf ihre Hebamme erzählen möchten. Ziel ist es, die Erinnerungen zu bewahren und sie in die regionalen Forschungen der Arbeitsgruppe mit einbeziehen zu können.

Einer zweiten Frauengruppe widmet sich eine Gesprächsrunde im kommenden Frühjahr. „Landfrauen - Feld, Stall, Haushalt, Kinder - ein Leben ohne Feierabend” lautet der Titel der Veranstaltung, die für Mittwoch, 13. März,19 Uhr, im Schloss Zweibrüggen in Übach-Palenberg geplant ist.

Die beiden Autorinnen werden ihnen bekannte Zeitzeuginnen zu diesen Themen zu den Veranstaltung einladen. Es sind aber auch alle Frauen willkommen, die von ihren Erfahrungen in oder mit den jeweiligen Berufsfeldern berichten und miteinander ins Gespräch kommen wollen, zudem alle, die einfach nur zuhören wollen.
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