Mit Weitsicht Heinsberg gutes Stück nach vorn gebracht

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Bürgermeister Wolfgang Dieder (2.v.r.) mit den ehemaligen Stadtverordneten des Heinsberger Stadtrates und weiteren Gästen der Abschiedsfeier. Foto: Petra Wolters

Heinsberg. Zusammen haben sie genau 250 Jahre ehrenamtlich kommunalpolitisch gearbeitet, die 18 ehemaligen Stadtverordneten, die im Zuge der Kommunalwahlen aus dem Stadtrat ausgeschieden sind und von denen sich Bürgermeister Wolfgang Dieder im Rahmen einer Feierstunde in der Heinsberger Stadthalle jetzt offiziell verabschiedet hat.

Herzlich willkommen hieß er dabei auch seinen Vorgänger Josef Offergeld. Der Abschied sei sicherlich mit zwiespältigen Empfindungen verbunden, so Dieder. Neben Erleichterung und vielleicht sogar Befreiung von großer Verantwortung sowie mehr freier Zeit sei es auch ein herber Verlust, eine langjährige und erfolgreich erfüllte Aufgabe in andere Hände zu legen.

Abschied zu nehmen bedeute aber zugleich, Dank zu sagen. „Mit Ihrer Arbeit und Ihrer Weitsicht haben Sie Heinsberg ein gutes Stück nach vorn gebracht”, betonte Dieder, „und zwar in ehrenamtlicher Funktion.” In der Öffentlichkeit scheine es manchmal in Vergessenheit zu geraten, dass die Übernahme politischer Verantwortung in einer Kommune auf ehrenamtlicher Basis erfolge, fügte er hinzu. Die Frage, was den Reiz der Kommunalpolitik ausmache, beantwortete er gleich selbst: „Wir packen Dinge an der Wurzel an, wir nehmen die Gestaltung unserer Stadt in die eigene Hand, und wir stehen in unmittelbarem Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern.”

Alle aus dem Rat ausgeschiedenen Stadtverordneten seien stets Anwalt der Bürger gewesen, deren Belange sie jederzeit uneigennützig vertreten hätten. „Den schönsten Dank aber tragen Sie in sich, fügte er seinem persönlichem Dank hinzu: „Das Bewusstsein, im echten Bürgersinn, als vorbildlicher Wahrer und Vertreter dieser Stadt und ihrer Bürger mitgeholfen und dazu beigetragen zu haben, Heinsberg zu einem modernen, lebenswerten Gemeinwesen zu machen.”

Im Anschluss verabschiedete er sich persönlich mit einem Geschenk von jedem einzelnen ehemaligen Stadtverordneten. Dabei hatte er für Theo Esser aus Dremmen und Walter Geiser aus Kempen, die beide 34 Jahre dem Rat ununterbrochen angehört hatten, eine besondere Überraschung mitgebracht: ein großformatiges Foto des Selfkantdoms, in das weitere Fotos aus der Innenstadt und eine Ansicht des Kempener Alten Chörchens für Geiser und der Dremmener Kirche für Esser einmontiert waren. Beide waren in ihren Heimatorten zugleich lange Jahre Ortsvorsteher gewesen.

Für ihre Tätigkeit als Ortsvorsteher parallel zu ihrem Amt als Stadtverordneter hatte sich Dieder schon zuvor bei Heinz Franken für Randerath, Johann Speis für Aphoven/Laffeld, Johannes Houben für Karken und Jürgen Hohnen für Lieck bedankt.

Neben einer Diashow mit Erinnerungsfotos sorgte die Jazz-Combo der Jugendmusikschule für den Rahmen der Feier.
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