Mit Thema „Pflegefall” heißes Eisen angepackt

Von: kkli
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„Rollentausch und frühzeitige Abgrenzung” war das Thema von Dorothee Döring, Lebens- und Konfliktberaterin, beim Informationstag der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Heinsberg. Foto: Brehl

Kreis Heinsberg. Die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Heinsberg hatten mit dem ausgewählten Thema für ihre Veranstaltung zum Internationalen Frauentag 2010 „Pflegefall in weiter Ferne...!? - rechtzeitig in Ruhe informieren” ein heißes Eisen angepackt, das die meisten Familien berührt.

Denn die Zahl der viel älter werdenden und damit auch pflegebedürftigen Menschen nimmt rapide zu. Rund 250 Damen und Herren - die meisten schon jenseits der 50 - kamen in die Gemeinschaftsgrundschule Wassenberg. Dort hatte eine ganze Reihe von Pflegeeinrichtungen, die es im Kreisgebiet gibt, sehr informativ, aber nicht reißerisch ihre Möglichkeiten dargestellt, die im Notfall wahrgenommen werden können, wenn der Pflegefall eintritt oder ein Fall von Demenz hoffnungslos erscheint. Ein sehr gutes Vortragsangebot konnte zudem genutzt werden. Da wurden auch viele Fragen offen beantwortet.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Wassenbergs Bürgermeister Manfred Winkens und Vera Hartmann, der Gleichstellungsbeauftragten in der Stadtverwaltung Wassenberg, die sich bedankten bei den Organisatoren und den Referenten.

Das Impulsreferat zum Thema „Rollentausch und frühzeitige Abgrenzung - Wenn Eltern Kinder werden” hielt Dorothee Döring, Autorin sowie Lebens- und Konfliktberaterin, die genau den Kern der Sache ansprach und deshalb auch sofort verstanden wurde.

Ganz wichtig war der Vortrag von Dr. Dieter Meier, Direktor des Amtsgerichts Heinsberg, zum Thema „Betreuungs- und Vorsorgevollmacht - Patientenverfügung”. Meier verstand es, die Dinge so darzustellen, dass die menschliche Seite im Vordergrund stand und nicht die rechtliche Seite. Er verwies unter anderem auch auf die Möglichkeit, den Betreuer nach einiger Zeit zu wechseln, wenn das opportun erscheine. Auch sei es richtig, Banken und Sparkassen mit einzuschalten, wenn Verfügungen erteilt oder geändert werden sollten.

Das Fragenpaket war umfangreich. Die Beantwortung aller Fragen trug dazu bei, bei den Teilnehmern den Eindruck zu hinterlassen: „ Wir sind nicht unnötig gekommen. Das Angebot hier und heute ist gut.”

Fast tragisch hörten sich die Ausführungen von Johannes Fabianek, Oberarzt der Psychiatrischen Institutsambulanz des Maria-Hilf-Krankenhauses Gangelt, zum Thema „Demenzpflege” an. Auch da sei die Forschung aber viele neue Wege gegangen, die selbst tragische Fälle leichter und besser ertragbar machen könnten, so war zu erfahren. Gerade bei diesem Thema wurden die meisten Fragen gestellt. Ein Gedankenaustausch mancher Familienangehörigen zu diesem Thema blieb nicht aus. Auch das kann schon hilfreich sein!

Vera Hartmann und ihre Gleichstellungskolleginnen dankten nicht nur den Referenten, sondern auch den Ausstellern und Helferinnen für ihren Einsatz an einem wichtigen Tag. Bei der „Nachlese” im Wassenberger Rathaus stand fest: „Wir machen weiter so!”

Durch die gesamte Veranstaltung hatte Dr. Cornelia Groschopp vom Kreisgesundheitsamt Heinsberg geführt.
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