Kreis Heinsberg - Mit Rad- und Freizeitbus jetzt besser unterwegs

Mit Rad- und Freizeitbus jetzt besser unterwegs

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
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Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen haben auch in diesem Jahr den Rad- und Freizeitbus im Kreis Heinsberg getestet. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Wie schon im Vorjahr haben Mitglieder der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen auch in diesem Jahr den Rad- und Freizeitbus im Kreis Heinsberg selbst getestet. Los ging es mit dem Freizeitbus vom Erkelenzer Bahnhof zunächst bis zur Tüschenbroicher Mühle, von dort weiter mit dem Fahrrad zum Effelder Waldsee.

Dort berichteten die Grünen und ihnen voran ihr verkehrspolitischer Sprecher Ulrich Horst über die Ergebnisse des Tests. Bei seiner Premiere im vergangenen Jahr sei der von den Grünen initiierte Bus „völlig überdimensioniert“ gewesen, so Horst. Es habe sich um einen ganz normalen Linienbus gehandelt, mit dem zwei Fahrer unterwegs gewesen seien und bei dem das Aufladen der Fahrräder auf den Anhänger nicht nur sehr unhandlich gewesen sei, sondern auch sehr lange gedauert habe.

Das alles ist den Grünen zufolge in diesem Jahr besser. So sei man mit einem kleineren Bus unterwegs. Es sei auch nur noch ein Fahrer an Bord, der beim Beladen helfe. Jetzt sei der Bus mit einem „sehr praktischen“ Anhänger unterwegs, bei dem das Aufladen pro Rad vielleicht 30 Sekunden dauere, berichtete Horst. Er habe sein Rad sogar ganz alleine aufladen können.

„Das ist ein Riesensprung!“, konstatierten Horst und seine Mitradler. Allerdings gab es auch weiterhin Kritik, zum Beispiel am Verlauf der Buslinie, die vom 1. Mai bis zum 18. Oktober sonn- und feiertags vom Bahnhof Geilenkirchen durch den Selfkant bis zum Bahnhof nach Heinsberg und von dort weiter über Wassenberg und Wegberg bis zum Bahnhof nach Erkelenz und umgekehrt unterwegs ist.

Sicherlich sei es gut, dass Knotenpunkte in die Linie integriert seien, aber insgesamt müsse sie komprimiert werden. „Wer heute von Erkelenz nach Saeffelen will, ist rund zweieinhalb Stunden unterwegs“, bemängelte Horst.

Weiter forderten die Grünen, vielleicht auf den Zuschlag fürs Fahrrad (2,10 Euro für die Einzelfahrt und 3,10 Euro fürs Tagesticket) zu verzichten, um diese Buslinie attraktiver zu machen. Auch mehr Öffentlichkeitsarbeit sei für diese neue Linie sicherlich noch notwendig, ergänzte Horst. Hier müsse auch der Heinsberger Tourist-Service in die Pflicht genommen werden. Er müsse stärker die Werbetrommel rühren. Wichtig fände er auch einen Hinweis auf den Bus an den Knotenpunkten des Radwegenetzes.

Schließlich gab Horst seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Kreis Heinsberg „ihm einen langen Atem gibt“. Sicherlich seien es im Jahr 2014 insgesamt nur 250 Radler gewesen, die den Bus genutzt hätten. „Wir hoffen, dass es mehr werden.“

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