Mit „PeP” im Unterricht gegen Sucht und Gewalt

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Hückelhoven. Die Peter Jordan Schule - Förderschule der Stadt Hückelhoven mit den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache, emotionale und soziale Entwicklung - setzt erstmalig und als erste Förderschule im Kreis Heinsberg das Unterrichtsprogramm „PeP” zur Gesundheitsförderung, Sucht und Gewaltprävention um.

In Kooperation mit der Suchtprophylaxefachkraft des Kreisgesundheitsamtes Heinsberg, Ilona van Halbeek, wurde das gesamte Lehrerkollegium im Rahmen einer zehnstündigen Fortbildung mit dem neuen Unterrichtsprogramm „PeP” vertraut gemacht und in die Grundlagen der Suchtvorbeugung eingearbeitet.

Drogenkonsum, Sucht und Gewalt sind Probleme, die in allen Bevölkerungsschichten und quer durch alle Schulformen vorzufinden sind. Die 2006 im Kreis Heinsberg durchgeführte euregionale Jugendbefragung zeigte, dass besonders Jugendliche der Förderschulen, Hauptschulen und teilweise auch der Gesamtschule eine erhöhte Risikobereitschaft aufweisen.

Für Schulleiter Hans-Leo Lowis steht daher neben der Vermittlung von Bildung und Wissen die ganzheitliche Förderung seiner Schüler im Vordergrund. „Gerade die Schüler, die Einschränkungen im Bereich des Lernens oder aber auch in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung aufweisen, bedürfen unserer gezielten Aufmerksamkeit und Förderung. Sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen und ihr Selbstbewusstsein zu stärken, ist uns daher sehr wichtig” erklärt er.

Bisherige Suchtpräventionskonzepte haben oftmals die Fähigkeiten von Schülern mit einem besonderen Förderbedarf nicht in angemessener Form berücksichtigt und waren daher in ihrer Umsetzung für diese Schulformen zum Teil schwierig. Mit dem Unterrichtsprogramm „PeP” wird nun speziell den Lernmöglichkeiten dieser Schüler mit einem erhöhten Förderbedarf Rechnung getragen.

Ilona van Halbeek, Suchtprophylaxekraft beim Kreis Heinsberg: „Das Unterrichtsprogramm unterscheidet sich im Wesentlichen von anderen Präventionsprogrammen, in dem die Inhalte in kleinen Schritten anschaulich erarbeitet werden.” Es erfolge immer wieder eine interaktive Auseinandersetzung mit den Themen Gesundheit, Sucht und Gewalt, die es den Schülern ermögliche, eigene Erfahrungen mit einzubringen. „Ziel des Programms ist es, grundlegende persönliche und soziale Lebenskompetenzen zu fördern, Konsum- und Suchtproblemen vorzubeugen, aber auch zum gewaltfreien Miteinander zu befähigen”, erklärt Ilona van Halbeek abschließend.
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