Kreis Heinsberg - Mit Jugendarbeit Mädchen ein positives Frauenbild vermitteln

Mit Jugendarbeit Mädchen ein positives Frauenbild vermitteln

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„Starke Mädchen haben viele Gesichter”: Ingrid Beschorner (l.) und Kunigunde Große Thier präsentierten den Flyer mit dem Programm für 2010. Foto: syn

Kreis Heinsberg. Speziell für Mädchen bietet die kirchliche Jugendarbeit in der Region ein vielseitiges Programm an, mit dem sie sich auch an Pfarren, Verbände und Schulen in der Region wendet. Ziel der Veranstaltungen ist es, die Mädchen zu stärken und ihnen ein selbstbewusstes und positives Frauenbild zu vermitteln.

„Mädchen werden auch heute noch in Rollenklischees gedrängt, die ihnen nicht entsprechen”, erklärte Ingrid Beschorner, Referentin für kirchliche Jugendarbeit im Mönchengladbacher Büro der Regionaldekane. „Diese gilt es zu durchbrechen.” Gemeinsam mit ihrer Kollegin Kunigunde Große Thier aus dem Jugendbeauftragtenbüro in Hückelhoven, hat Ingrid Beschorner das Angebot erarbeitet.

Seit 2005 gibt es in der Region ein solches Angebot an Veranstaltungen und Kreativprojekten, das sich ausschließlich an Mädchen im Alter von elf bis 16 Jahren richtet. Das Angebot ist in dem Flyer „Starke Mädchen haben viele Gesichter” aufgelistet, der in einer Auflage von 2500 Exemplaren im Kreisgebiet verteilt und ausgelegt wird.

Jährlich nehmen über 400 Mädchen an den Veranstaltungen teil. Darunter sind auch viele muslimische Mädchen, wie Beschorner und Große Thier betonen. Insgesamt arbeiten bis zu 15 Betreuerinnen und Referentinnen bei den Projekten mit. Sie wurden auf ihre Aufgaben eigens in Seminaren der landesweiten Fachstelle „Frauen unterstützen Mädchenarbeit” (FUMA) vorbereitet.

Auf Veranstaltungen wie „Laute(r) starke Mädchen” oder „Was ich will, das kann ich” lernen die Mädchen im geschützten Raum, sich durchzusetzen und durch Gestik, Mimik und Haltung klare Position zu beziehen. Denn viel zu oft seien Mädchen noch heute prekären Situationen ausgesetzt, wie die beiden Referentinnen aus der praktischen Erfahrung zu berichten wissen. Daher wollen sie den Mädchen das Selbstvertrauen in die eigenen Stärken und Fähigkeiten vermitteln. Dabei gehe es nicht um Selbstverteidigung, sondern um ein starkes und selbstbewusstes Auftreten, so Beschorner.

Im verständnisvollen und geschützten Rahmen können die Mädchen oft zum ersten Mal über ihren Schatten springen und völlig neue Seiten an sich kennenlernen. „Wir wollen den Mädchen helfen, starke Frauen zu werden”, so Große Thier. Daher werde zur Orientierung ein starkes Frauenbild vermittelt.

Anmeldung und Infobroschüren

Anmeldungen zu den Veranstaltungen nimmt das Büro der Jugendbeauftragten für die Region Heinsberg unter 02433/44582412 oder im Internet unter http://www.jugend-hs.de entgegen.

Die Infobroschüren liegen in den Pfarreien, Jugendeinrichtungen, bei Schulseelsorgern und Ehrenamtlern sowie im Büro der Jugendbeauftragten in Hückelhoven an der Dinstühlerstraße 49 aus.

Die erste Veranstaltung ist das zehnte Mönchengladbacher Mädchencamp vom 6. bis 10. April im Wegberger Haus St. Georg.
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