Kreis Heinsberg - Mit „Jugend aktiv“ unterwegs in anderer Welt

Mit „Jugend aktiv“ unterwegs in anderer Welt

Von: agsb
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Der Verein „Jugend aktiv“ war wieder mit einer Gruppe aus dem Kreis Heinsberg zu Gast in Arsamas: Der Abschied war wie immer voller Emotionen.

Kreis Heinsberg. Ein Jahr nach dem Besuch russischer Jugendlicher aus Arsamas zu den Festlichkeiten aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Sparkassen-Stiftung für Völkerverständigung im Kreis Heinsberg weilte nun eine Gruppe aus dem Kreis Heinsberg zu einem Gegenbesuch in Russland.

Vor dem Fest der Begegnung 2015 hatte das Team von „Jugend aktiv“, dem Verein für unabhängige Jugendarbeit im Kreis Heinsberg, im Förderverein für offene Kinder- und Jugendarbeit Frelenberg einen Partner zur Betreuung der russischen Gäste gefunden. In der Geschäftsstelle des Fördervereins in Übach-Palenberg an der Carolus-Magnus-Straße trafen sich jetzt auch Teilnehmer der Russland-Reise 2016 zu einer Nachbesprechung. Auch Tage nach der beeindruckenden Fahrt waren die Teilnehmer immer noch fasziniert von dem Besuch in einer für sie fremden Welt.

Der Flug nach Moskau verging schnell, die fast achtstündige Busfahrt nach Arsamas war da schon ein Abenteuer. „Die Fahrt war schon anstrengend“, meinte Yannick Fleck, der als Betreuer fungierte. Da musste auch Christoph Kirstein, Geschäftsführer vom Verein „Jugend aktiv“, schmunzeln. Kirstein war schon mehrmals in Arsamas und kennt daher schon fast alle Schlaglöcher – Kirstein hatte die Gruppe bereits vorgewarnt.

Flecks Tochter Yasmin hatte sich auf das Wiedersehen gefreut. Die Jugendbegegnung vor einem Jahr war für sie schon etwas ganz Besonderes. Die 17-Jährige war jetzt auch zum ersten Mal in Russland und zeigte sich wie Vater ­Yannick positiv überrascht. „Die Gastfreundlichkeit war überwältigend“, sagte Yasmin, und der Vater nickte. „Für mich hat sich die Reise gelohnt, es war eine andere Welt, wir leben ganz anders“, erkannte sie viele Unterschiede zwischen Russland und Deutschland. „Die Leute leben in Russland anders, sind aber zufrieden mit dem, was sie haben. Es ist auch mal gut zu sehen, wie andere Menschen leben und dennoch glücklich sind. Die Zeit ist in Russland teilweise ­stehengeblieben. Ich weiß nun, dass es uns in Deutschland sehr, sehr gut geht“, sammelte die junge Dame wichtige persönliche Erkenntnisse für ihr Leben.

Christoph Kirstein von „Jugend aktiv“ zog in der Nachbesprechung ein sehr positives Fazit: Erneut hätten die Teilnehmer viele Eindrücke mitgenommen. Untergebracht war die Gruppe aus dem Kreis Heinsberg in einem Camp außerhalb der Stadt Arsamas; dort verbrachten mehr als 100 Jugendliche ebenfalls eine Ferienmaßnahme. Und auch mit diesen russischen Jugendlichen kamen die Jugendlichen aus dem Kreis Heinsberg schnell in Kontakt. Während der Woche erlebte selbst Kirstein etwas Neues. Die Gruppe besuchte mit ihren russischen Gastgeber die Gebietshauptstadt Nischni Nowgorod. Dort stand eine Seilbahnfahrt über die Wolga auf dem Programm. „Das war schon beein­druckend.“ Ferner wurden während des Aufenthaltes unter anderem ein Rockkonzert besucht, weiterhin eine Gipsfabrik und das Heimatmuseum von Arsamas. In einem Sportzentrum waren natürlich sportliche Aktivitäten Trumpf – aber nicht ganz ohne Schmerzen: Beim Eislaufen gab es so manches kleines Wehwehchen. „Aber wir haben den Vergleich mit unseren Freunden aus Arsamas gewonnen“, merkte Kirstein lachend an.

Einen großen Moment erlebte die Gruppe von „Jugend aktiv“ beim Besuch der Bürgermeisterin: Der Partnerschaftsvertrag wurde um fünf Jahre verlängert. Im kommenden Jahr möchte „Jugend aktiv“ das 20-jährige Bestehen der Partnerschaft feiern; Vorgespräche laufen auf Hochtouren.

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