Selfkant-Saeffelen - Mit Fördergeld neuen Treffpunkt schaffen

Mit Fördergeld neuen Treffpunkt schaffen

Von: agsb
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Hier soll wieder eine Stätte der Begegnung für die Bürger sein: das Haus Wolters/von Cleef in Saeffelen. Foto: agsb

Selfkant-Saeffelen. Interessiert schauen derzeit die Bürger von Saeffelen nach Wehr, Schalbruch und Tüddern. Dort wurden von der Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft Dorfzentren geschaffen, worauf jedes der drei Dörfer mit Recht stolz ist. Denn was in gemeinsamer Arbeit geleistet wurde, kann sich sehen lassen.

In Saeffelen indes ist der ehemalige Dorfmittelpunkt, der Saal Wolters/von Cleef, mittlerweile verwaist. Wie kann Abhilfe geschaffen werden?

Bürgermeister Herbert Corsten sieht eine Möglichkeit darin, den Gebäudekomplex mit Hilfe verschiedener öffentlicher Fördermittel durch die Gemeinde auf Vordermann zu bringen. Saeffelens Vereinswelt und weitere Bürger waren deshalb in der jüngsten Gemeinderatssitzung stark vertreten, um die politische Diskussion und Entscheidung über die Zukunft des Saales Wolters/von Cleef zu verfolgen. Bei der Ratssitzung war der Zuhörerraum gefüllt wie selten zuvor.

Der Tagesordnungspunkt, auf den es ankam, war auf Antrag des Bürgermeisters nach vorne gesetzt worden, um die vielen Einwohner Saeffelens nicht länger auf die Folter zu spannen. Formell ging es um die Frage, ob die Gemeinde Geld aus dem NRW-Sonderprogramm „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ beantragen soll, um das Gebäude zum Dorfgemeinschaftshaus auszubauen. Hintergrund ist, dass es in diesem Programm höhere Fördersätze gibt als in der herkömmlichen Städtebauförderung. Ausgehend von dieser Frage entwickelte sich eine Grundsatzdiskussion über ein Bürgerhaus in Saeffelen.

Chance für die Vereinswelt

Die CDU-Fraktion bekräftigte ihre Unterstützung für das Bürgerhaus-Projekt. Die Opposition legte klar dar, nicht gegen ein Bürgerhaus in Saeffelen zu sein und zu stimmen, sondern für eine klare Offenlegung der Kosten zu plädieren, um nicht im Nachhinein nachbessern zu müssen.

Saeffelens Ortsvorsteher Werner Jörissen (CDU) hatte zuvor einen groben Kostenrahmen skizziert, wobei Saeffelens Vereine ihre Unterstützung für das Projekt herausstellten. Die CDU-Fraktion wie auch Bürgermeister Herbert Corsten bezeichneten die Bürgerhäuser als Quell für Leben in den Ortschaften, besonders die Vereinswelt erlebe in den Ortschaften mit den neuen Bürgerhäusern einen neuen Aufschwung. Auch Saeffelen habe diese Chance verdient.

Der Rat folgte dem Antrag der Verwaltung, einen Förderantrag im Integrationsprogramm für Flüchtlinge zu stellen. Saeffelens Bürger zeigten sich zufrieden mit der Entscheidung des Gemeinderats. Nun hofft der ganze Ort darauf, dass Geld aus Fördertöpfen bereitgestellt wird, um baldmöglichst ein neues Dorfzentrum – egal in welcher Form – zu bekommen.

Raum fehlt

Denn: Wie sehr die Schließung der Gaststätte Wolters/von Cleef mit Saalbau in Saeffelen schmerzte, zeigte sich unter anderem im diesjährigen Karneval, als ein Raum für Sitzungen fehlte.

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