Wassenberg - Mit Dose Raumerleben auf Wände sprühen

Mit Dose Raumerleben auf Wände sprühen

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Mateo Vos arbeitend, Anita Schiller (li.) und Claudia Woelke helfend.

Wassenberg. Im Treppenhaus der Johanniter-Hausgemeinschaft in Wassenberg steht eine riesengroße Stehleiter. Oben steht Graffiti-Künstler und Student Mateo Vos aus Erkelenz mit einer Gesichtsmaske und Spraydosen in der Hand. An der Wand klebt eine Ansicht der Stadt Wassenberg mit der Burg im Zentrum.

Exakt und farblich stimmig sprayt er das Motiv auf die weiße Wandfläche. Das Wandmotiv soll einen ersten visuellen Eindruck auf das neue Gestaltungskonzept der Hausgemeinschaft geben.

Die motivische Gestaltung des Treppenhauses ist Teil des Projekts „Raumgestaltung”. Verantwortlich dafür ist Claudia Noelke, Diplom-Pflegewissenschaftlerin. Sie entwickelte ein bewohnerorientiertes Farb- und Themenkonzept. So waren die Flure in der Johanniter-Hausgemeinschaft, in der auf zwei Etagen dementiell veränderte Menschen in einer kleinen familienähnlichen Gemeinschaft zusammen leben, anfangs sehr funktional gestaltet.

Riechen, tasten und fühlen

Claudia Noelke schwebte jedoch ein „Raumerleben mit allen Sinnen” vor. Demnach wurden neben der konzeptionellen Farbgestaltung, Sinnesparcours installiert, die den Bewohnern durch sehen, riechen, tasten und fühlen auf all seinen Wahrnehmungsbereichen anregen soll.

Die Namensgestaltung „Burgkieker” ging aus der Themengestaltung der Wohnbereiche „Berg” und „Tal” hervor.

Neben dem biographischen Bezug durch das plattdeutsche „Kieken”, sollte so auch der regionale Bezug zur Heimatstadt Wassenberg dargestellt werden. Anita Schiller. Sie sei dann auf die Idee gekommen, Mateo Vos mit der Gestaltung des Treppenhauses zu beauftragen. „Ich kannte ihn als Graffiti-Künstler von verschiedenen Projekten aus Erkelenz”, erklärt sie. Die Idee habe Vos sofort aufgegriffen.

Auch der Eingangsbereich im Erdgeschoss erhielt ein Motiv eines Tals, um hier den Namen „Tal” des Wohnbereichs zu visualisieren. Die Raumgestaltung ist damit noch längst nicht abgeschlossen. Weitere visuelle Blickpunkte und Erlebnisangebote sollen noch geschaffen werden. So soll der Außenbereich des Gartens im Erdgeschoss gestalterisch mit den Wohnbereichen integriert werden.

Bereits realisiert wurden die Biographie-Schaukästen als Alternative zur herkömmlichen Türbeschilderung der Bewohnerzimmer.
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