Mit der Lebenshilfe durch die Kunstwelten im Kreis Heinsberg

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Interessante Künstler und interessierte Besucher: Gert Jäger und Peter Röttges informierten bei der Kunsttour über ihre Arbeit. Foto: Lebenshilfe

Kreis Heinsberg. Nach der Premiere 2016 bot die Lebenshilfe Heinsberg auch in diesem Jahr zur Kunsttour eine inklusive Busfahrt zu mehreren Ateliers und Ausstellungen im Kreisgebiet an. Und wieder war der barrierefreie „Lebenshilfe-Bus“ der Firma von den Driesch bis auf den letzten Platz besetzt.

Unterstützt von der Aktion Mensch im Rahmen des Aktionstages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, begann der Tag mit einem Frühstück und einem Besuch der Ausstellung mit Werken von Künstlern mit Behinderung aus dem Maastrichter Atelier „Ut glashoes“ im Heinsberger Museumscafé Samocca. Anschließend ging es auf die Reise mit dem ersten Ziel, dem Atelier und Wohnhaus von Metallbildhauer Gert Jäger in Horst, der die Besucher ausführlich über seine Arbeitsweise und Arbeitsmaterialien informierte.

Auch bei Peter Röttges in Wassenberg erfuhren die Teilnehmer interessante Fakten über das Arbeitsmaterial des Bildhauers – in diesem Fall vorwiegend über die gravierenden Unterschiede diverser Holzarten. Nach so viel Skulptur standen die Arbeiten in der Galerie Noack in Wassenberg ganz im Zeichen der Malerei. Galerist Klaus Noack führte durch die Ausstellung und erläuterte einfühlsam und in leicht verständlicher Sprache Bildinhalte und Maltechniken der ausgestellten Werke.

Von Wassenberg aus ging die Fahrt Richtung Erkelenz, wo zunächst in Haus Hohenbusch Station gemacht wurde. Im dortigen Laienbrüderhaus trafen in einer Gemeinschaftsausstellung die abstrakten Farblandschaften Ruth Schulmeyers auf Ölbilder mit realistischen Motiven von Ellen von der Linden sowie Marmorköpfen von Leo Horbach aufeinander.

Weiter ging es zu Michel Saran und dessen neuesten Arbeiten, die sich zwischen abstrakter Farbfeldmalerei und zarten Frauenbildern bewegten. Den Abschluss der Fahrt bildete der Besuch bei Beate Bündgen, deren Holzstelen zum Projekt „Säulen der Freiheit“ gleichzeitig als Druckstöcke dienen und auf denen sie in archaischer, symbolhafter Bildsprache die vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde als lebensnotwendige „Nahrung“ aller Lebewesen darstellt.

Ebenso wie im letzten Jahr zeigten sich die Teilnehmer auch dieses Mal begeistert vom Konzept einer Fahrt durch die Kunstwelten im Kreis Heinsberg. Für René Radermacher, Mitarbeiter in der Werkstatt für behinderte Menschen in Oberbruch, steht jedenfalls fest: „Im nächsten Jahr bin ich mit Sicherheit wieder dabei!“

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