Mit den Rädern auf dem Weg zum Dialog

Von: jwb
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Mit Rädern unterwegs: André Stinka (rechts mit Helm), Generalsekretär der NRW-SPD, sowie der Vorsitzende und Bundestagskandidat der SPD im Kreis Heinsberg, Norbert Spinrath (mit SPD-Kappe). Foto: Bindels

Kreis Heinsberg. In sportlicher Hinsicht hatten der Generalsekretär der NRW-SPD, André Stinka, sowie der Vorsitzende und Bundestagskandidat der SPD im Kreis Heinsberg, Norbert Spinrath, bei der Ankunft in Hückelhoven schon einiges geleistet.

Zuvor hatten beide auf einer Fahrradtour durch den Kreis Heinsberg bei drei Stationen Gespräche geführt: mit Inhaber Jürgen Dick von der ­Backerei Dick in Heinsberg, mit Betriebsratsmitgliedern der Firma Toho Tenax Europe GmbH in Oberbruch und mit Mitarbeitern des Interkulturellen Zentrums in Hückelhoven. Begleitet wurden Stinka und Spinrath auf dieser Sommertour von interessierten Bürgern und Mitgliedern der SPD.

„Ich bin zufrieden mit den ernsthaften Gesprächen und den Diskussionen auf unseren Stationen; gleichzeitig aber auch unzufrieden, dass der Zeitrahmen Grenzen zog, die den wichtigen Themen, die mit den Menschen vor Ort erörtert wurden, nicht immer gerecht werden konnten“, zog Spinrath bei einem Pressegespräch ein erstes Fazit.

„Sehr beeindruckt“

„Das Ziel meiner Fahrrad-Sommertour ist unter anderem, die unterschiedlichen Regionen in NRW mit ihren Besonderheiten kennenzulernen. Dazu gab es bei den jeweiligen Gesprächspartnern reichlich Gelegenheit. So bin ich über das persönliche Engagement des Betriebsinhabers Jürgen Dick zur Umsetzung der Inklusionsaufgabe sehr beeindruckt“, betonte Stinka. So habe das Unternehmen sich seinen Verpflichtungen gestellt und einen behindertengerechten Arbeitsplatz für einen gehörlosen Mitarbeiter eingerichtet. Dazu seien zusätzliche Investitionen zur Ausstattung des Backofens mit einem visuellen Wärmemelder notwendig gewesen, ebenso wie die Vernetzung mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) in Form einer fachlichen Begleitung bei der Eingliederungsmaßnahme. Auch wenn beispielsweise mit Lebenshilfe oder Prospex wichtige Einrichtungen schon bestünden, sei die ergänzende Maßnahme bei einem Betrieb des Handwerks ein vorbildliches Vorgehen.

In dem Gespräch mit den Betriebsratsmitgliedern von Toho ­Tenax Europe sei an einem exemplarischen Beispiel klar geworden, dass die Rente mit 67 nicht über einen Kamm zu scheren sei. Da sei nachzubessern, bekannten beide SPD-Funktionäre. „Vor allem, wenn sichtbar wird, dass der Mitarbeiter an einem Hitzearbeitsplatz diese Arbeit nicht bis 67 Jahre machen kann“ erläuterte Spinrath die Notwendigkeit, am Rentengesetz nachzubessern.

„Im IKZ wird seit Jahren wertvolle Integrationsarbeit geleistet, um Menschen mit Migrationshintergrund in unsere Gesellschaft zu integrieren“, sagte Spinrath. „Wir müssen einsehen, dass wir Einwanderungsland sind.“ Dazu gehöre die Akzeptanz der Doppelstaatsangehörigkeit. Und es sei Sorge dafür zu tragen, dass gleiche Chancen am Ausbildungsmarkt für Mitbürger mit Migrationshintergrund bestünden.

Es sei noch viel zu tun, das hätten die Gespräche mit den Mitmenschen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen gezeigt. Und manches müsse auch selbstkritisch hinsichtlich der Nachbesserungen angegangen werden, meinten die SPD-Politiker. Dem wolle man sich sowohl im Wahlkampf wie auch bei der Übertragung der Verantwortung nach gewonnener Wahl stellen.

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