Mit Blutspende anderen Menschen helfen

Von: gs
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Die Blutspendeaktion der Geilenkirchener Berufskollegs stieß auf große Resonanz: Auch Julia Zumfeld, Anne Schulze-Beierling und Laura Winkens (v. r.) ließen sich Blut abnehmen. Foto: Georg Schmitz

Kreis Heinsberg. „Blut ist ein ganz besonderer Saft“, hatte Johann Wolfgang von Goethe im „Faust“ dem „Mephisto“ bereits seine Erkenntnisse vermittelt. Die Spender des einzigartigen Lebenselixiers standen im Mittelpunkt der ersten gemeinsamen Blutspendeaktion der beiden Geilenkirchener Berufskollegs Wirtschaft und Ernährung – Sozialwesen – Technik.

Die beiden Schulleiter Gabriele Kaspers und Rolf-Dieter Crott waren begeistert von der Resonanz auf den Blutspendeaufruf. Insgesamt erklärten sich 303 Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer an den beiden Tagen freiwillig zur Blutspende bereit.

Ob ­einer derart hohen Zahl von Spendern waren selbst die sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sowie die Ärzte Dr. Wolfgang Dartsch und Dr. Nuri Gholami erstaunt. „Das ist ein voller Erfolg, so etwas erleben wir nicht alle Tage“, lobte die DRK-Referentin Gabriele Hoch vom Blutspendedienst West. Alle würden durch ihre Blutspende beweisen, dass der Gedanke zur Hilfe aus humanitären Gründen auch heute noch etwas gelte. „Wir wollen etwas für die Gemeinschaft tun und die Aktion heute ist bürgerschaftliches Engagement und gelebter Gemeinsinn in bester Prägung“, sagte Gabriele Kaspers, die selber auch Blut spendete.

Im Vorfeld der Aktionstage war den Schülerinnen und Schülern bei einer Informationsveranstaltung vom DRK Grundwissen zu den Themen Blutspende und Knochenmarktypisierung vermittelt. 53 Jugendliche haben sich zusätzlich zur Blutspende durch die Typisierung in die Knochenmarkspenderdatei aufnehmen lassen. Die SV-Lehrerinnen Gertrud Hellenbrandt und Dr. Ursula Göricke sowie Heike Poth hatten die Organisation des umfangreichen Projekts übernommen.

Vor der Blutabnahme waren Anmeldung, Ausfüllen eines Fragebogens, Blutfarbstoff-Bestimmung und Arztgespräch erforderlich. Dabei war die Vorab-Aufklärung besonders wichtig, denn nicht jeder Mensch darf Blut spenden. Das hänge von mehreren Faktoren ab, machte Gabriele Hoch deutlich. Wenn eine akute Erkrankung oder eine gesundheitliche Beeinträchtigung vorliege, bei frischem Piercing oder Tätowierung, einem Gewicht unter 50 Kilogramm oder der Einnahme von Medikamenten müsse eine Blutabnahme verweigert werden. „Das Blut eines Menschen, der einen Blutverdünner wie Aspirin in den letzten drei ­Tagen eingenommen hat, ist für einen Erwachsenen nicht gefährlich, kann aber ein Baby töten“, nannte sie ein Beispiel. So fielen auch einige Dutzend Schüler durch das Raster.

„Wir können ja selber mal in eine Lage kommen, wo wir Blut benötigen“, antworteten Jasmin Kröcker und Verena Krenzke auf die Frage: „Warum spendet ihr?“ Auch Julia Zumfeld, Anne Schulze-Beiering, Sarah Nikusch und Laura Winkens wollten etwas Gutes tun und anderen Menschen helfen. Vor dem Klassenzimmer wartete Deveney Franke. Sie hatte einen besonderen Grund: „Ich will wissen, welche Blutgruppe ich habe“, schmunzelte die Schülerin. Sie wird das Ergebnis bald bekommen – und hat zudem noch anderen Menschen geholfen.

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