MGV St. Josef präsentiert neue Facetten des Chorgesangs

Von: Utz Schäzle
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Selfkant-Höngen. Zum Abschluss des 110-jährigen Bestehens hat der MGV St. Josef in die Pfarrkirche Höngen zum traditionellen Weihnachtskonzert eingeladen. Die Resonanz war sehr gut, alle Reihen waren voll.

Um es vorwegzunehmen: Treffender, feierlicher und wirkungsvoller hätten der Chor und sein Dirigent Piet Tobben das erfolgreiche Jahr nicht abschließen können. Sie hatten sich nicht nur musikalisch gut vorbereitet, sondern dem Konzert mit Weihnachtsbäumen, -stern und Krippe auch einen festlichen Rahmen gegeben. Geradezu feierlich zogen die Sänger mit dem gemeinsamen Lied „O du fröhliche” zum Konzert ein, davor hatte Pastor Ralf Schlösser die Besucher willkommen geheißen.

Der Vorsitzende des MGV Gerd Passen hob in seiner Begrüßung hervor, dass erstmals in der Höngener Pfarrkirche Vater und Tochter gemeinsam zu hören sein würden. Neben Christian Ernst, der den Chor am Klavier beziehungsweise an der Orgel begleitete, war seine Tochter Pamina mit der Querflöte als Solistin, aber auch zusammen mit dem Chor zu hören. Mit zwei wunderschönen Sätzen traditioneller Lieder - „Transeamus” von Josef Schnabel und „Lasst uns lauschen” von W.Geyer - zeigten die Sänger, dass sie auf diesem Gebiet bestens aufgestellt sind. Tobben versteht es, zu motivieren und die einzelnen Sänger zu einem wohlklingenden Chor zu vereinen.

Unter der Begleitung am Klavier durch den versierten Pianisten und Komponisten Christian Ernst wirkte der ausgesuchte Beitrag für die Solistin Pamina Ernst „Sonate für Flöte und Klavier 2. Satz Andante (Serenade)”, insgesamt frisch und lebendig. Zwischen zwei gemeinsam gesungenen Liedern - „Sei uns willkommen, Herre Christ” und „Freu dich, Erd und Sternenzelt” - las Pastor Schlösser eine Weihnachtsgeschichte.

Der Männerchor zeigte sich in bester Stimmkultur und bot neue, interessante und kontrastreiche Facetten des Chorgesangs. Dass auch geistliche Musik ihren Platz fand, zeigte sich in den bei den neu einstudierten, kraftvollen Stücken „Adeste Fideles” von Greg Gilpin, und „Alleluja” von Sally K. Albrecht.

Qualitativ und anspruchsvoll

Gefühlvoll und mit gut ausbalanciertem Gesamtklang war das Stück von C.v.d. Peet „t is geboren het Goddelijk Kind”, bei dem der Chor von der Solistin Ernst mit der Querflöte begleitet wurde. Die junge, begabte Flötistin bekommt Instrumentalunterricht in Aachen und spielt im Jugend-Sinfonieorchester Alsdorf. Mit dem Lied „Als die Welt verloren” von Heinrich Paulsen, wurde die vielseitige Chorszene des Männergesangverein Höngen im Jubiläumsjahr qualitativ, anspruchsvoll und mit Begeisterung unter Beweis gestellt.

Extra aus Berlin angereist

Bevor Hans Joseph Rademacher das Mundartgedicht von Gerd Passen, „Dezember”, vortrug, krönte Pamina Ernst mit „Entracte” aus der Oper Carmen von Georges Bizet, mit ihrem extra aus Berlin angereisten Vater am Piano ihre Soloauftritte in der Pfarrkirche.

Tobben hat den viermaligen Meisterchor MGV Höngen auf ein erstaunlich hohes Niveau gebracht, das sich nicht nur bei Wettbewerben, sondern auch bei Konzerten und sonstigen Veranstaltungen zeigt. Mit anhaltendem Beifall und stehenden Ovationen brachten die Zuhörer ihre Begeisterung für das Konzert zum Ausdruck.
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