Mercatorritt: Zu Pferde durch den Selfkant und die Region

Von: Markus Bienwald
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Vor dem Start gab es ausführliche tierärztliche Checks für die antretenden Pferde. Foto: Markus Bienwald

Gangelt. Ein Wochenende mit dem Pferd in einer ansprechenden Landschaft: Das war auch bei der inzwischen vierten Auflage des Mercatorritts rund um Gangelt sicherlich eine der Hauptattraktionen.

Wenn dann auch noch so eine perfekte Vorbereitung wie vom Team von Ullas Reiterhof und dem Verein Pferdefreunde Kreuzrath im Ortsteil Kreuzrath und das passende Wetter hinzukommen, sind die arbeitsfreien Tage auf dem Rücken des Pferdes natürlich umso schöner.

„Unsere Reiter kamen vorwiegend aus Deutschland, sogar aus Berlin hatten wir eine Teilnehmerin, weiterhin auch aus den Niederlanden und Belgien“, freute sich Organisatorin Monika Reiss von den Pferdefreunden Kreuzrath, die von einer steigenden Teilnehmerzahl bei dem Event berichten konnte. „Dieses Mal hatten wir 78 Starter, im letzten Jahr waren es noch 69“, sagte sie. Den Erfolg des als offizieller VDD-Distanzritt (Verein Deutscher Distanzreiter und -fahrer) klassifizierten sportlichen Wochenendes führt sie nicht nur auf die ansprechenden Reitstrecken, sondern auch auf den Modus zurück.

So gab es freitags wie samstags Einführungsritte (EFRs) von jeweils 29 Kilometern, bei denen die Reiter nicht schneller als T5, also fünf Minuten pro Kilometer reiten dürfen. Dazu gab es einen KDR (kurzer Distanzritt), zwei MDR (mittlere Distanzritte) mit 66 und 80 Kilometern Länge sowie einen langen Distanzritt (LDR) mit 123 Kilometern. Obendrauf sattelten die Organisatoren noch zwei MTRs (Mehrtagesritte), die insgesamt über 72 beziehungsweise 109 Kilometer durch das Umland führten.

„Auch bei den Pferderassen sieht man eine bunte Mischung, das zeigt, dass nicht nur die klassischen Distanzpferde wie Araber für diese Sportart geeignet sind“, so Monika Reiss weiter. In diesem Jahr waren Reitponys, Hannoveraner, Trakehner, Isländer, Haflinger, Tinker, Fjordpferde, Traber, englische Vollblüter, Lewitzer, Rheinländer, Paso Peruaner und mit Arabern eingekreuzte Rassen wie Arabopintos, Arabofriesen oder auch Welsh-Araber am Start. „Das älteste Pferd war ein holländisches Reitpony im Alter von 26 Jahren“, berichtet Reiss.

Aber nicht nur die verschiedenen Rassen, auch die gerittenen Tempi boten eine breite Palette und reichten von 6,7 bis 14,9 Kilometer pro Stunde. Um auf diese auch körperlichen Herausforderungen bestens eingestellt zu sein, gab es übrigens vor jedem Start für jedes teilnehmende Tier noch eine eingehende Prüfung durch anwesende Tierärzte. Dabei durften auch die Reiter beweisen, dass sie fit genug sind, denn für ein paar Prüfungen war das Führen des Vierbeiners auch im flotteren Gang vonnöten. Unterm Strich bot sich so das Bild einer hervorragenden Veranstaltung, die auch das Lob der Reiter fand. „Die Strecken waren gut markiert, was natürlich auch dank einer Vielzahl fleißiger Helfer bestens organisiert war“, freut sich Monika Reiss.

50 Freiwillige sorgten dafür, dass gleich nach der Veranstaltung wieder alles abmarkiert wurde, und einer der Ehrenamtler war mit seinem Rad an den Veranstaltungstagen mehr als 130 Kilometer unterwegs. Und dank einer Vielzahl von Sponsoren war das Ganze auch finanziell gut abgesichert, so dass sich die Freunde des weniger in der Öffentlichkeit bekannten Distanzreitens vielleicht auch schon auf die kommende fünfte Auflage im nächsten Jahr freuen dürfen.

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