Mercator-Schule in Gangelt wird Hauptstandort

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Bereits seit der Schulausschusssitzung im Mai war klar, dass der Kreis Heinsberg ab August die Trägerschaft der Don-Bosco-Schule (Oberbruch) und der Mercator-Schule (Gangelt) in Form einer vereinten, quasi neuen Förderschule übernehmen würde, deren Förderschwerpunkte „Emotionale und soziale Entwicklung“ und „Sprache“ erweitert werden sollen.

Offen war aber bis zuletzt die Frage, welche der beiden Schulen zukünftig der Hauptstandort sein wird, also – formal betrachtet – weiter bestehen bleibt, und welche der beiden Schulen zum Teilstandort wird, also – ebenso formal – aufgelöst wird.

Sitzung im Kreishaus

Am Donnerstagabend fasste der Kreistag in seiner Sitzung im Heinsberger Kreishaus nun einen einstimmigen Beschluss: Demnach wird die Mercator-Schule in Gangelt der Hauptstandort der neuen Förderschule. Die Don-Bosco-Schule wird formal aufgelöst, der Standort in Oberbruch wird zur Dependance der Mercator-Schule.

Ursprünglich hatte die Verwaltung dem Schulausschuss im Mai vorgeschlagen, die Mercator-Schule formal aufzulösen und als Teilstandort der Don-Bosco-Schule weiterzuführen. Dieser Vorschlag hatte sich an bereits getroffenen Beschlüssen der bisherigen Trägerzweckverbände orientiert. Diesen Entscheidungen – so hieß es – habe insbesondere die Raumsituation in beiden Schulen zugrunde gelegen.

Doch nun kommt es – nach ­einer interfraktionellen Einigung im Vorfeld der Kreistagssitzung – zu einer anderen Lösung.

Der Grund ist nach Angaben von Landrat Stephan Pusch „die dynamische Entwicklung der Schülerzahlen“ an der Mercator-Schule in Gangelt. Derzeit gibt es an beiden Schulen annähernd gleich viele Schüler: 109 in Oberbruch und 106 in Gangelt. Doch während nun in der Don-Bosco-Schule 31 Entlassungen anstehen und nur drei Anmeldungen vorliegen, wurden für Gangelt 19 Entlassungen und 24 Anmeldungen gemeldet.

Auftrag für Konzept

Nach dem Beschluss des Kreistages soll die Verwaltung – neben der Übernahme der Trägerschaft und allen damit verbundenen Schritten – auch in einem dynamisch fortgeschriebenen Konzept die Landschaft der Förderschulen analysieren.

Dabei sollen die Bedürfnisse der Kinder, der Elternwille und die allgemeinen Entwicklungen im Kreis Heinsberg zum Themenfeld der Inklusion erkennbar sein sowie kurzfristige, mittelfristige und langfristige Maßnahmen dargestellt werden. Über den Stand der Dinge soll die Verwaltung dem Schulausschuss in jeder Sitzung berichten.

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