Erkelenz - Menschenkicker hängen sich für Kinderschutzbund rein

Menschenkicker hängen sich für Kinderschutzbund rein

Von: hewi
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Beim großen Menschenkickerturnier wollten viele Erkelenzer mit ihrer Mannschaft ihr fußballerisches Geschick unter Beweis stellen. Foto: Koenigs

Erkelenz. In Erkelenz drehte sich auf dem Johannismarkt und dem Franziskanerplatz alles um den Ball. Denn die beiden Plätze waren die Austragungsorte der Partien beim ersten Menschenkicker-Turnier, das vom Kinderschutzbund organisiert wurde.

Insgesamt 56 Mannschaften mit jeweils sechs Spielern hatten sich gemeldet, um als menschliche Kickerfiguren die Gegner zu besiegen. Ein Team musste noch vor Ort spontan zwei Mitspieler rekrutieren, um in voller Mannschaftsstärke antreten zu können.

Angetreten waren neben einigen Parteien und den vielen karnevalistischen Gruppen vor allem Vereine, Familien und Freundesgruppen, die sich zumindest eine Viertelfinalteilnahme als Ziel gesetzt hatten.

In den beiden überdimensionalen Kickern ging es hoch her, denn die Mannschaften schenkten sich nichts. Dabei war es nicht erlaubt, die Kickerstangen loszulassen oder darunter abzutauchen. Trotzdem erforderte das Spiel einiges an Körpergeschick und Elastizität.

Die Partien waren auf jeden Fall angesichts der Temperaturen schweißtreibend und durchaus spannend. Denn die Ergebnisse wären auch für Paul den Kraken nicht vorhersehbar gewesen. „Hier haben schon Teams mit alten Herren junge Sportler von der Platte geputzt”, bestätigte Guido Berndsen.

Der Schatzmeister des Erkelenzer Kinderschutzbundes hatte aber auch schon eine Vermutung parat, denn „Teams mit dicken Männern schneiden gut ab”. Oder Teams mit Kampfgeist, wie das des EKG-Elferrats, wo Klaus Reul als Torwart einige Glanzparaden hinlegte, bevor das Team Vintage Bistro mit 4 : 3 geschlagen werden konnte.

Fanmeile und bunter Markt

Unter dem Motto „Erkelenz hängt sich rein” war auf der Fanmeile zwischen den beiden Plätzen ein bunter Markt mit Unterhaltung, Informationen und Spielmöglichkeiten entstanden.

Die tamilische Schule „Thamilalayan” in Erkelenz wartete mit landestypischen Spezialitäten und Tänzen auf. Auf der Bühne konnten die Veranstalter neben vielen lokalen Größen auch die Band „Lifestyle” begrüßen, sie mit Rockklassikern für Stimmung sorgte.

Schon wegen der Temperaturen hatte das mobile Tretbecken des Kneippvereins einen regen Zulauf. Auch viele andere Vereine nutzten die Gelegenheit, um sich zu präsentieren.

Die Messdiener von St. Lambertus hatten eine Cocktailbar aufgebaut, die neben leckeren Mixdrinks auch mit einem interessanten Geschäftsmodell lockten. Der „Würfelcocktail” kostete nämlich je nach Wurfglück des Gastes einen, zwei oder drei Euro. Auch Borussia-Maskottchen Jünter war nach Erkelenz gekommen, um zum Gelingen des Turniers beizutragen.

Obwohl man ihm ansonsten fußballerischen Sachverstand unterstellen kann, lag er mit seinem Tipp, dass Holland Weltmeister wird, ziemlich daneben.

Die Kinder konnten sich an der Stadtverwaltung nach Herzenslust austoben, wo das Jugendamt mit seinem Spielmobil samt Inhalt vor Anker gegangen war.

In den Besitz des Jugendamtes

Der wird demnächst noch umfangreicher. Denn nach dem Turnier ging einer der Menschenkicker in den Besitz des Jugendamtes über. Der andere geht an die Gemeinschaftshauptschule, wo sich eine neu gegründete Schülerfirma um die Vermarktung und den Verleih kümmern wird.

Mit den Einnahmen aus dem Turnier will der Kinderschutzbund ein Kinder- und Jugendprojekt vor Ort unterstützen. Wahrscheinlich wird es im Rahmen des geplanten Schwimmbadneubaus zum Einsatz kommen.
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