Melodische Klänge und schmissige Rhythmen

Von: koe
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Klangvoller Jahresauftakt: In der Aula des Hückelhovener Gymnasiums gestaltete die Neue Philharmonie Frankfurt das Neujahrskonzert von Anton-Heinen-Volkshochschule und Stadt Hückelhoven. Fotos (2): Koenigs Foto: Koenigs
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Blumen gab es für die beiden Solistinnen Leonor Amaral (rechts.),Gesang, und Anna Zeltzer (links), Xylofon. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Walzermelodien, rassige Polkas oder mitreißende Märsche: Das alles gehört natürlich zu einem traditionellen Neujahrskonzert, in diesem Jahr dargeboten von den Musikerinnen und Musikern der Neuen Philharmonie Frankfurt in der restlos ausverkauften Aula des Hückelhovener Gymnasiums.

Die Stadt Hückelhoven und die Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg hatten eingeladen und mit der Verpflichtung der Neuen Philharmonie Frankfurt sicherlich einen Glücksgriff getan.

Traumhaft melodische Walzerklänge wechselten mit schmissigen Polka-Rhythmen oder unvergesslichen Marschmelodien, dargeboten von erfahrenen Orchesterprofis, die von dem Dirigenten Jens Troester meisterhaft geführt wurden. Als ständiger Gastdirigent führte Jens Troester das Orchester bereits in den unterschiedlichsten Konzertformaten zu großen Erfolgen. Zwischen den einzelnen Musikstücken sprach der Künstlerische Leiter der Neuen Philharmonie, Dr. Ralph Philipp Ziegler, zu den Konzertbesuchern. Als ­studierter Musikwissenschaftler konnte der Moderator so manche Anekdote zu den einzelnen Musikstücken beisteuern.

Das konzertante Jahr 2016 wurde in der Hückelhovener Aula mit der Ouvertüre „Orpheus in der Unterwelt“ von Jacques Offenbach eröffnet. Dann ging die musikalische Reise nach Frankreich mit der zauberhaften Musik in fünf Sätzen unter dem Titel der Suite „Jeux d‘enfants“ von Georges Bizet. Die Tarantella „Chi sa“, eigentlich von einem „falschen Italiener“, nämlich dem Deutschen Willy Czernik komponiert, brachte dann die erste Konzertbegegnung mit der Sopranistin Leonor Amaral.

Sie wurde in Lissabon geboren, legte ihren Master in Gesang in Lübeck ab und wirkte bereits bei zahlreichen Opernproduktionen mit. Momentan studiert sie an der ­Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Das echt italienische „La dolce vita – Otto e Mezzo“ wurde abgelöst vom Eintritt in die Zirkuswelt. „Erinnerung an Zirkus Renz“ hieß die Darbietung des Orchesters und der Xylofon-Solistin Anna Zeltzer. Seit 2014 studiert die engagierte Musikerin Solo- und Kammermusik an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim. Ihr Auftritt wurde in Hückelhoven von stehenden Ovationen begleitet.

Kurz vor und unmittelbar nach der Pause kam die Musik von Julius Fucik zur Aufführung. Den schmissigen Rhythmen vom „Einzug der Gladiatoren“ oder vom „Florentiner Marsch“ merkte man schon bald an, dass Julius Fucik als Militärkapellmeister beruflich engagiert war. Er war aber auch in der Lage, klassische Melodien zu komponieren wie den „Donausagen-Walzer“.

Vielseitigkeit gab es auch bei der Darbietung von Werken des Johann Strauß, denen das Orchester zum Ende des Konzertes viel Raum bot. Es war eine beachtlich große Portion „Johann Strauß“, die das Orchester zu bieten hatte. Der Polka „Leichtes Blut“ und der „Annen-Polka“ folgte ein weiterer Auftritt von Leonor Amaral unter den Titeln „Spiel ich die Unschuld vom Lande“ aus der „Fledermaus“ und „Draußen in Sievering blüht schon der Flieder“ aus „Die Tänzerin Fanny Elssler“. Am Ende hieß es natürlich „An der schönen blauen Donau“.

Es wurde in die Hände geklatscht – und die Stimmung schlug hohe Wellen. Da hielt es keinen mehr auf den Stühlen. Zugaben wurden gefordert und bereitwillig gegeben. Dabei durfte in Anlehnung an andere Neujahrskonzerte der „Radetzky-Marsch“ nicht fehlen. Blumen gab es aus der Hand des stellvertretenden Bürgermeisters Dieter Geitner für die Solistinnen Leonor Amaral und Anna Zeltzer sowie für den Dirigenten Jens Troester.

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