Kreis Heinsberg - Meisterkonzert der VHS: Ungewöhnliche Zusammensetzung der Instrumente

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Meisterkonzert der VHS: Ungewöhnliche Zusammensetzung der Instrumente

Von: ulla
Letzte Aktualisierung:

Kreis Heinsberg. Insbesondere durch die ungewöhnliche Zusammensetzung der Instrumente beeindruckte das dritte Meisterkonzert der Anton-Heinen-Volkshochschule in dieser Saison: Querflöte, Violoncello und eine Truhenorgel, die gut transportable kleine Schwester der großen Kirchenorgel, sorgten für einen Musikgenuss der besonderen Art in der Erkelenzer Stadthalle.

Anette Malburg (Flöte), Guido Schliefen (Cello) und Reinhold Richter (Orgel) glänzten nicht nur mit ihrem ihr ebenso virtuosen wie beseelten Spiel, sondern auch mit ihrer großen Harmonie beim Konzertieren gemeinsam mit einem anderen Instrument oder beim Zusammenspiel mit dem ganzen kleinen Ensemble.

Einmal war nur ein Instrument zu hören, nämlich bei der Suite Nr. 1 G-Dur op. 131c von Max Reger (1873-1916), in der der Jüngste der Klassiker aus dem 18. Jahrhundert sich auf schöpferische Weise mit barocken Vorbildern auseinandersetzte. Cello und Orgel zusammen waren zu hören bei François Couperins Pièces en Concert, wobei Frisch-Fröhliches sich auf anrührende Weise mit Gefühl vermischte. Flöte und Orgel harmonierten besonders großartig bei der Sonate h-Moll BWV 1030 von Johann Sebastian Bach (1685-1750), ursprünglich für Cembalo geschrieben, in der eine reiche Themenvielfalt in den schnell-langsam-schnellen Sätzen im Wechsel von Spannung und Entspannung ebenso heiter wie manchmal auch melancholisch die Zuhörer in ihren Bann zog.

Die drei Instrumente demonstrierten ihr perfektes Zusammenspiel bei der Sonate a-Moll von Georg Friedrich Händel (1685-1759), der Sonate g-Moll des Bach-Sohnes Carl Philipp Emanuel (1714-1788) und der Sonate a-Moll von Antonio Vivaldi (etwa 1678-1741). Bereitete die erste sozusagen die Zuhörer auf einen ebenso ungewohnten wie besonderen Musikgenuss vor, so war die Musik von Carl Philipp Emanuel, dessen Werke man zum Teil lange Zeit dem Vater zugeschrieben hatte, geprägt durch eine sanfte Melodik und auch ­einen rhythmischen Schwung. Die Sonate a-Moll von Antonio Vivaldi am Ende des Konzertes bildete nicht nur einen grandiosen Abschluss, sie führte auch vor Augen beziehungsweise Ohren die barocke Vielfalt italienischer Musik mit ihrer überschäumenden Farbigkeit.

Als wohlverdiente Zugabe spielte das Trio den 1. Satz aus der Sonate E-Dur von Johann Sebastian Bach, in dem eine äußerst effektvolle Musik die Zuhörer noch einmal begeisterte. Ganz zum Schluss gab es natürlich Blumen für die Meisterkonzertierer.

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