Kreis Heinsberg - Meisterkonzert der VHS: In die Herzen der Zuhörer gespielt

Meisterkonzert der VHS: In die Herzen der Zuhörer gespielt

Von: ulla
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Wurde höchsten Ansprüchen gerecht: das Mannheimer Streichquartett beim VHS-Meisterkonzert in Erkelenz. Foto: Günter Passage

Kreis Heinsberg. Für das 6. Meisterkonzert der VHS in der Stadthalle war das Mozarteum Streichtrio Salzburg vorgesehen. Verletzungsbedingt mussten die Salzburger absagen. Als Ersatz musizierte das Mannheimer Streichquartett, wobei das Wort Ersatz den Musikern in keiner Weise gerecht wurde.

Denn wie Daniel Bell und Katarzyna Narkevic (Violine), Sebastian Bürger (Viola) und Armin Fromm (Violoncello) Werke von Mozart, Haydn und Mendelssohn-Bartholdy spielten, ließ das Herz der zahlreichen Zuhörer höher schlagen. Dabei erwiesen sich die Vier nicht nur als Meister ihrer jeweiligen Instrumente, sie harmonierten auch auf beeindruckende Weise. Niemand drängte sich in den Vordergrund, so dass ein stimmiges und abgewogenes Klangbild entstand. Und wenn man das Quartett gehört hat, versteht man, dass es mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde und ein gern gesehener beziehungsweise gehörter Gast auf nationalen und internationalen Festivals ist.

Das Konzert begann mit dem Divertimento D-Dur KV 136 von Mozart. In den drei Sätzen Allegro, Andante und Presto überwogen die tänzerischen Elemente, deren Beschwingtheit sich auf die Gefühle der Zuhörer übertrug. Hin und wieder fühlte man sich auch an die Kleine Nachtmusik erinnert.

Es folgte von Haydn das Streichquartett D-Dur op. 64.5, auch Lerchenquartett genannt. Es verdankt diesen Namen dem von der ersten Geige im ersten Satz in höchster Lage zu hörenden Vogelruf. Ab und zu wird diese Idylle unterbrochen. Doch ist das Stück voller Harmonie und Fantasie und ausgesprochen witzig.

Nach der Pause dann von Mendelssohn-Bartholdy das Streichquartett Nr. 2 a-Moll op. 13. In seinen fünf Sätzen setzt der Komponist sich mit seinem verehrten Vorbild Beethoven auseinander, ohne ihn aber einfach zu imitieren. Und so kann er seinem schwedischen Freund und Komponistenkollegen Lindblad, dem er sein Quartett zugesandt hatte, schreiben: „Du wirst es im ersten und letzten Stück mit seinen Noten, in allen vier Stücken mit seiner Empfindung sprechen hören.“

Blumen gab es am Ende für das Mannheimer Streichquartett, das mancher Zuhörer öfter in Erkelenz zu hören sich wohl gewünscht hat, viel Beifall und als Zugabe einen Satz aus dem Reiterquartett von Haydn.

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