Kreis Heinsberg - Mehr als 1000 Frauen und Paare beraten und begleitet

Mehr als 1000 Frauen und Paare beraten und begleitet

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Schwangerschaft im Blickpunkt: Die Beratungsstelle der Arbeiterwohlfahrt in Hückelhoven hat jetzt ihren ­Jahresbericht 2015 vorgelegt. Foto: imago/Westend61

Kreis Heinsberg. Insgesamt 1026 Beratungskontakte – „meist in Form von Face-to-Face-Beratung“, sprich im persönlichen Gespräch – hat die von der Arbeiterwohlfahrt getragene Beratungsstelle für Schwangerschaftskonflikte, Familienplanung, Sexualität in ihrem Jahresbericht 2015 bilanziert. Beraten wurde aber auch telefonisch und schriftlich sowie in Form von Hausbesuchen und Begleitungen.

Insgesamt wurden 476 Beratungsfälle gezählt; 318 zu Schwangerschaft, Familienplanung und Sexualität, 158 als Schwangerschaftskonfliktberatung. Zudem wurden von der Beratungsstelle im vergangenen Jahr 224 Teilnehmer von Gruppenveranstaltungen erreicht.

Ein Tätigkeitsschwerpunkt ist die allgemeine Schwangerschaftsberatung. So wurden im Jahr 2015 insgesamt 253 Frauen beziehungsweise Paare während der Schwangerschaft beraten und begleitet. Die Beratungsinhalte in der psychosozialen Schwangerenberatung und bei den Beratungen nach der Geburt sind von der familiären Konstellation der Ratsuchenden und der emotionalen Befindlichkeit der Frauen und Männer abhängig.

Häufig befinden sie sich in schwierigen sozialen Situationen etwa durch Arbeitslosigkeit, Alleinerziehenden-Situation oder Verschuldung. Die oft aus diesen psychosozialen Notlagen resultierenden Fragen beziehen sich insbesondere auf Elterngeld, Elternzeit, Mutterschutzgesetz, Kindergeld, Kinderbetreuungsmöglichkeiten, Sorgerecht, Umgangsrecht, Vaterschaftsanerkennungsverfahren, Unterhaltsfragen, Hilfefonds, Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II, ­Geburtsvorbereitung oder Entbindungsmöglichkeiten.

Im Jahr 2015 stellten 191 Schwangere in der Beratungsstelle einen Antrag auf Mittel aus der Bundesstiftung „Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens“; davon konnten 188 Anträge bewilligt werden.

Auch für schwangere Flüchtlinge beziehungsweise Asylbewerberinnen besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf finanzielle Unterstützung aus Mitteln der Bundesstiftung zu stellen. Aufgrund des Krieges in Syrien und der politischen Lage in anderen Staaten und die dadurch erhöhten Flüchtlingszahlen stieg die Anzahl dieser Antragstellerinnen ab Mitte 2015 stetig.

Mit Flüchtlingen gestaltet sich die Schwangerschaftskonfliktberatung nach Angaben der Beratungsstelle aber oft schwierig.In den meisten Fällen fehle es an qualifizierten Dolmetschern und Sprachmittlern, sodass auf Übersetzungshilfe aus dem direkten Umfeld zurückgegriffen werde. Zwar gebe es ein Hilfsangebot des Landes, Dolmetscherkosten zu 80 Prozent zu fördern, dies scheitere jedoch vielfach an der Kurzfristigkeit der Termine im Schwangerschaftskonflikt und an der Restfinanzierung. Beratungen mit selbst gewählten Dolmetschern verliefen oftmals trotz größtem Bemühen aller Beteiligten unbefriedigend.

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