Kreis Heinsberg - Medizin-Forum: Der Spaß ist mehr als eine Nebensache

Medizin-Forum: Der Spaß ist mehr als eine Nebensache

Von: jpm
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Kreis Heinsberg. Man duzt sich. Und auch sonst ist alles sehr ungezwungen. Das lässt sich auch an der Formel ablesen, auf die Mathias Vonderbank seine Sportkurse für Menschen gesetzten Alters bringt: „Spaß an der Freud’“ – der sei wichtig.

Im Hauptberuf ist Vonderbank Pfleger am Geilenkirchener St.-Elisabeth-Krankenhaus. Außerdem ist er beim Kreissportbund als Fachkraft zuständig für das Programm „Bewegt älter werden in NRW“, das wiederum vom Landessportbund angestoßen worden ist. Mit großem Interesse hat Vonderbank daher die Ankündigung zum Medizin-Forum unserer Zeitung aufgenommen, das sich am Mittwoch, 18. März, dem Thema „Sport im Alter“ widmen wird.

Er glaubt, dass das Thema nicht nur der körperlichen Gesundheit wegen von enormer Bedeutung ist. Ebenso wichtig sei die soziale Komponente: „Darum setzen wir nicht auf Drill, eins, zwei, drei, Liegestützen und fertig. Als Übungsleiter müssen wir vermitteln, dass der Sport im Alter eine Möglichkeit ist, weiter am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.“

Nicht selten habe er erlebt, dass ältere Menschen dem Sport gewisse Ängste entgegenbringen, beispielsweise weil sie bereits einen schweren Sturz hinter sich haben. Dafür gebe es sogar einen Namen: das Post-Fall-Syndrom. Doch ziehe sich der Mensch aus diesem Grund zurück, münde dies in einen Teufelskreis. Denn durch die Untätigkeit werde der gesundheitliche Zustand schlechter und schlechter, körperlich wie seelisch.

Grundsätzlich gelte: Je früher man im Leben mit dem Sport anfängt, desto besser. „Denn wer vor einer Verletzung schon Sport getrieben hat, der regeneriert auch schneller.“ Mathias Vonderbank wirbt aus diesem Grund dafür, den Sport im Alter auch als gesellschaftliche Aufgabe zu sehen. Denn eine Gesellschaft, die immer älter wird und deren Familien immer kleiner werden, müsse auch mehr für ihre Alten und für das Zusammenleben tun. Sprich: die richtigen Angebote schaffen und dafür die passenden Ressourcen bereitstellen.

Aus diesem Grund beteiligt der Kreissportbund sich an dem Landesprogramm „Bewegt älter werden“. In diesem Rahmen wurden beispielsweise 18 Übungsleiter im Bereich „Sturzprophylaxe“ geschult und 31 im Bereich „Sport und Demenz“ fortgebildet. Außerdem werden die Sport- und Bewegungsangebote ausgebaut, bei denen mit Vereinen und Bewegungseinrichtungen zusammengearbeitet wird.

Schließlich, Punkt vier, bildet der Kreissportbund Übungsleiter aus, die selbst schon jenseits der 50 sind. Mathias Vonderbank glaubt, dass diese Altersgruppe besonders gut dazu beitragen kann, Senioren zu aktivieren. „Die Leute wollen ja was machen. Aber sie müssen auch begeistert werden.“

Vereine und Senioreneinrichtungen, die mit Vonderbank Kontakt aufnehmen möchten, können dies unter mathias.vonderbank@ksb-heinsberg.de tun.

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