Selfkant-Tüddern - Massenansturm auf Oldtimerparade und Handwerkermarkt

Massenansturm auf Oldtimerparade und Handwerkermarkt

Von: agsb
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Die Attraktion in diesem Jahr in Tüddern: Fahrerisches Geschick gehörte im Parcours schon dazu, ansonsten hätten die Baumstämme den Bulldog weggerissen. Foto: agsb

Selfkant-Tüddern. Bereits am Donnerstag reisten die ersten Teilnehmer mit Wohnwagen zum traditionellen Trecker- und Oldtimertreffen an den Pfingsttagen rund um das Bauernmuseum Tüddern. Hier gab schon den ersten kleinen Rückstau auf den Straßen.

Am Samstag zog es dann bei bestem Sommerwetter die meisten Teilnehmer Richtung Tüddern. Es ratterte und knatterte wieder auf den Selfkantstraßen. Die alten Schmuckstücke vergangener Tage konnten da vorab bestaunt werden.

Mehr als 400 Fahrzeuge standen schließlich auf dem großen Gelände des Bauernmuseums in Reih und Glied. Vorsorglich hatten die Organisatoren ein weiteres Areal zur Verfügung gestellt, und dies war auch gut so, denn am Sonntagnachmittag begann bei den ankommenden Treckerfahrzeugen oder Pkw-Oldtimer die verzweifelte Suche nach einem „Parkplatz” auf dem Gelände.

Am Sonntagmorgen war der Besucherandrang bereits gut, ab Mittag wurde es nahezu unüberschaubar. Die krampfhafte Suche nach einem Parkplatz ließ manchen Autofahrer verzweifeln. Die Radfahrer hatten da keinerlei Probleme, wobei auch der Fahrradparkplatz proppenvoll war.

Auf dem Außengelände bot sich für die Oldtimerfreunde ein tolles Bild. Die Liebhaber kamen voll auf ihre Kosten. Ob Deutz-Traktoren aus den 50er Jahren, alte Eicher Traktoren und viele Schmuckstücke aus alter Zeit der Landwirtschaft - da ging so manches Herz auf.

Präsentiert wurden auch einige Standmotoren. Das älteste Gerät stammte von 1959. Auch so mancher Traktor sah nicht mehr fahrtüchtig aus, aber die Motoren liefen noch. Das Anlassen war hier und da schon Schwerstarbeit, die die Besucher bewundern konnten. So wie bei einem Lanz Bulldog von 1942 mit 35 PS. Dieser Ackerbulldog mit Eisenbereifung der Oldtimerfreunde Birgden war einer der Lockvögel. Das Vorglühen und anschließende Starten dauerte schon einige Minuten, aber dann ratterte und dampfte es gewaltig.

Viele Oldtimerclubs nutzten erneut das Wochenende und machten auch Werbung in eigener Sache, so auch die Freunde aus Millen, die erneut ihre große Feuerwehrparade präsentierten. Die Oldtimerfreunde, unter anderen aus Hillensberg, Körrenzig oder Kirchhoven, hatten gut vorgesorgt und konnten es unter dem Sonnenschirm bestens aushalten.

Auch Kirmeswohnwagen

Die Bulldog-Traktoren standen auf dem angrenzenden Ackergelände im Mittelpunkt. Die Attraktion im diesem Jahr war das Ziehen von Baumstämmen. Fahrerisches Geschick gehörte im Parcours schon dazu, ansonsten hätten die Baumstämme den Bulldog weggerissen. So mancher fuhr in den Kurven auf zwei Räder - da war der Fahrer gefragt.

Sicherlich war das Baumstammziehen der Höhepunkt, wobei aber auf dem großen Gelände noch vieles zu bestaunen war. Ein weiterer Blickpunkt war erneut der große Kirmeswohnwagen aus den Niederlanden. Auch viele Pkw-Oldtimer wie NSU-Prinz, Opel Manta, Opel Rekord sowie viele Motorräder aus alter Zeit und vieles mehr - die Oldtimerfreunde kamen voll auf ihre Kosten.

Auf dem Außengelände lockte weiterhin ein großer Rummelplatz mit Angeboten, hier konnte man unter andern im Ersatzteillager schnuppern. Die Minigeflügelausstellung ließ die Geflügelzüchter fachsimpeln.

Der große Handwerkermarkt präsentierte nicht nur das alte Handwerk. Die Spinnfrauen drehten am Rad, das Klöppeln wurde demonstriert, die Korbmacher waren aktiv. Über die Schulter konnten die Besucher weiterhin dem Backteam des Bauernmuseums schauen, hier war Schwerstarbeit angesagt.

Der alte Steinofen wurde bestaunt - die Selfkant-Flaa war einmal mehr der Renner des Tages. Das Bauernmuseum selbst erlebte ebenfalls einen gewaltigen Ansturm. Hier präsentierte Willi Hostenbach mit alten Bildern die Geschichte des Selfkantlandes. Die Kinder hatten auf dem Abenteuerspielplatz ihre Heimat für Stunden und konnten sich austoben.
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