Masernfall im Kreis Heinsberg bestätigt

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Das Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg betont angesichts eines Masernfalls im Kreisgebiet die Notwendigkeit von Masernimpfungen. Foto: imago/blickwinkel

Kreis Heinsberg. Einen bestätigten Masernfall im Kreisgebiet meldete am Montag die Pressestelle des Kreises Heinsberg. Nordrhein-Westfalen ist in diesem Jahr insgesamt schon mit mehr als 400 Masernfällen konfrontiert, davon allein in Duisburg 300.

Auch im Kreis Heinsberg gibt es nun also eine gesicherte Masern­erkrankung, wie das Gesundheitsamt hat feststellen müssen.

Der Amtsleiter, Dr. Karl-Heinz Feldhoff, erklärte: „Ich möchte diesen Masernfall noch einmal zum Anlass nehmen, auf die Notwendigkeit von Masernimpfungen hinzuweisen.“ Das Gesundheitsamt empfiehlt dringend, den Masernschutz zu überprüfen und diesen bei Bedarf nach den Empfehlungen der ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut zu komplettieren. Jeder Arztkontakt sollte genutzt werden, um den Impfschutz überprüfen und gegebenenfalls ergänzen zu lassen.

Dazu steht ein Fragebogen zum Selbstcheck zur Verfügung, der auch seit 2016 bei den Schuleingangsuntersuchungen allen Eltern und Kindern bereits mitgegeben worden ist. Der Fragebogen ist auch auf der Homepage des Kreises unter www.kreis-heinsberg.de zu finden.

Laut Gesundheitsamt des Kreises besteht eine besondere Gefährdung durch Masern für Säuglinge, die für eine Impfung noch zu jung sind, sowie für Jugendliche und junge Erwachsene, bei denen eine oder beide Impfungen versäumt wurden. Entsprechend den Empfehlungen der ständigen Impfkommission wird für Kinder eine zweimalige Impfung empfohlen.

Die erste Impfung erfolgt im Alter von elf bis 14 Monaten. Die zweite Impfung folgt im Abstand von mindestens vier Wochen und sollte spätestens vor dem zweiten Geburtstag verabreicht werden. Ungeimpfte oder unvollständige geimpfte Kinder und Jugendliche sollten so schnell wie möglich nachgeimpft werden. Erst nach der zweiten Impfung wird der optimale Schutz vor Masern erreicht. Erwachsenen, die nach 1970 geboren wurden, wird eine einmalige Impfung empfohlen, wenn sie gar nicht oder nur einmal in der Kindheit gegen Masern geimpft worden. Das gilt ebenso bei einem unklaren Impfstatus.

Feldhoff: „Wir haben im Kreisgebiet eine ausgezeichnete Immunitätslage gegen Masern. Eine besondere Gefährdung ergibt sich für diejenigen Kinder und Jugendlichen und auch Erwachsenen, die keine Impfungen erhalten haben oder erhalten wollen.“

Zur Eindämmung der Masernwelle gemäß den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes sind betroffene Kinder und Jugendliche konsequent aus dem Schulbetrieb und dem Besuch von Veranstaltungen und Sportvereinen auszuschließen. Feldhoff weiter: „Bedauerlicherweise erfährt das Gesundheitsamt immer wieder von ganzen Familien, die aus prinzipiellen Erwägungen eine Impfung gegen Masern oder auch anderen Erkrankungen ablehnen. Wie übrigens auch im aktuellen Fall.“

Merkblätter zu Impfungen finden sich auf der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter www.bzga.de.

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