Hückelhoven - Martin Klempnow alias „Der Dennis“ tritt in der Aula auf

Martin Klempnow alias „Der Dennis“ tritt in der Aula auf

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Steht am 30. September auf der Bühne der Aula in Hückelhoven: „Der Dennis“. Foto: Andreas Freude

Hückelhoven. Deutschlands bekanntester Berufsschüler, Martin Klempnow alias „Der Dennis“, ist mit seinem neuen Programm „Ich seh voll reich aus!“ auf Tour und macht am Samstag, 30. September, Station in der Aula des Gymnasiums in Hückelhoven.

In seinem Soloprogramm gibt der 21-Jährige aus Hürth einen Einblick in sein Leben. Er ist notorischer Schulschwänzer, beinahe nie pünktlich auf der Arbeit, trägt Kleidung von Ed Hardy und sein Kühlschrank ist voll mit „Curry King“. Bis vor kurzem wohnte er bei seiner Oma (39). Nun ist er mit Freundin Larissa zusammengezogen. Im Interview spricht er mit Nadine Tocay über seinen Beruf, seine Vorbilder und die Tour.

 

Dennis, du machst in Hürth eine Ausbildung als Maurer. Warst du auch schon einmal in Hückelhoven auf einer Baustelle unterwegs?

Dennis: Ja, also wir haben uns ja mehrmals verfahren. Ich kann mich erinnern: Martin-Luther-Straße, Schwimmbad – das war in Huckel ...äh .. Huckellhoven. Voll nice da so. Wir sollten da eigentlich ein Fundament machen, sind dann aber schwimmen und Pommes essen gegangen. So sauber und satt bin ich noch nie von der Arbeit nach Hause gekommen.

Was war das lustigste Erlebnis, das du auf einer Baustelle hattest?

Dennis: Das war der Tag als wir uns den Spaß daraus gemacht haben, das Hakle-Feucht-Toilettenpapier auf dem Dixi-Klo mit Sagrotantücher auszutauschen. Den Polier, der Rainer, hat es voll erwischt: Der Otto ist mit seinem nackten Popo auf den Boden hin und her gerutscht wie ein Hund, so hat das gebrannt.

Was machst du, wenn du mal nicht in die Berufsschule oder auf den Bau musst?

Dennis: Lebensabend genießen. Mit dem Freunden an der Aral-Tankstelle ein bisschen chillen, Vanillemilch trinken, Autos gucken und über die alltäglichen Probleme und über den Stress mit unseren Freundinnen reden – weißt du, man kann nämlich irgendwie weder mit noch ohne sie leben, kann das sein?

Ein alltägliches Problem wäre es zum Beispiel, wenn kein „Curry King“ im Haus ist. Was isst du dann?

Dennis: So, erst einmal um klarzustellen: Das kann gar nicht möglich sein. Ich hab immer „Curry King“ im Haus. Aber ich kann ja auch kochen beziehungsweise grillen, also Toastbrot kann ich gut. Oder ich mache Schnitzel, also so Schnitzel im Toaster aus der Tiefkühltruhe, die darf man dann aber nicht Schnitzel nennen. Lecker, das schmeckt ein bisschen nach Leim. So dieser Ponal-Leim.

Dein Kleidungsstil ist recht extravagant. Wer berät dich in Sachen Styling? Hast du Vorbilder?

Dennis: Ja, definitiv. Alle Fußballer dieser Welt. Die sind so bescheiden, auch der Dembélé und so. Kennst du den noch? Das war der Otto, der aus Versehen auf dem Weg zum Training von Borussia Dortmund in der Straßenbahn eingeschlafen ist und dann in Barcelona wieder aufgewacht ist. Aber nein, ich finde, die Fußballer sehen alle reich und bescheiden aus so. Die haben alle zum Beispiel Louis-Vuitton-Waschbeutel. So etwas brauche ich auch, damit laufe ich dann rum so. Damit die Mädchen das sehen. Damit die denken, einerseits: „Der Junge, der sieht sehr reich aus, ich glaube, mit dem kann man sich gemeinsam ‘ne Zukunft aufbauen“, und andererseits denken die „boah, krass, und sauber ist er auch“.

Was sagt dein Lehrer, Herr Jüntgen, dass du so lange auf Tour bist und dann in der Berufsschule ausfällst?

Dennis: Ich glaub‘, das ist dem noch gar nicht aufgefallen, weil ich ja öfters mal fehle wegen Bauchschmerzen, beziehungsweise ich hab mir mehrere „mitwandernde Feiertage“ genommen. Da hab ich gesagt, ich nehm‘ jetzt schon die Feiertage von Weihnachten. Die nehm‘ ich jetzt komplett. Und ich gehe dann dafür Weihnachten in die Schule. Ich mein‘, wenn dann da zu ist, kann ich ja wieder nach Hause gehen. Voll schlau, oder?

Kommen Larissa und deine Oma auch mit auf Tour und werden am 30. September in Hückelhoven dabei sein?

Dennis: Leider nein, leider gar nicht. Die Oma ist ja schon voll alt, bestimmt schon 39 oder so, die muss abends Tatort gucken. Und Larissa… ne, das ist schwierig. Die Larissa, das Mädchen macht mir voll den Stress, wie das dann ist so, Eifersucht und so. Ich mein, ich bin ja voll die gute Partie, ich seh voll reich aus und kann als Maurer-Azubi den Mädchen sogar ein Haus bauen. Also will die, wenn sie dabei wäre, nach den Auftritten hinterher, wenn ich Fotos mit den Leuten mache, auch immer mit auf die Fotos. Und das ist mir zu anstrengend. Du weißt ja, wie die Mädchen sind, wenn man Fotos macht: „Nein, da guck‘ ich doof, nein, mein‘ Haare, nein, mein‘ Augenbrauen sind nicht richtig gezupft“ und so weiter. Das dauert mir mit Larissa einfach zu lange.

Wie hast du dich auf die Tour vorbereitet?

Dennis: Diesmal hab ich viel Sport… – geguckt. Ich fühle mich jetzt auch besser, seitdem ich viel Sport gucke. Und ich hab meine gesunde Ernährung umgestellt, ich weiß nur nicht mehr wohin.

Bei der vergangenen Tour hast du auch ganz gerne mal gesungen, kann sich dein Publikum in der Hückelhovener Aula auf Musikeinlagen gefasst machen?

Dennis: Ja, sagen wir so. Die einen, die haben gesagt: Du darfst alles machen, aber bitte nicht mehr singen, und die anderen haben das auch gesagt. Erinnere dich an Helene Fischer beim Pokalfinale, schon war die Stimmung im Arsch.

Worauf können sich die Besucher in Hückelhoven sonst noch freuen?

Dennis: Ich freu mich erst mal auf das Publikum, die Leute sind in der Region nämlich ähnlich bekloppt wie ich und deswegen ein großer Spaß. Und ich hab‘ viel zu erzählen so. Ich bin zum Beispiel zu Larissa gezogen, und da ist mir einiges aufgefallen, wie das so ist, mit einem Mädchen zusammen zu wohnen. Also da gebe ich den Bros, die da im Publikum sitzen, wertvolle Tipps, zum Beispiel: Niemals in den kleinen Mülleimer im Badezimmer gucken! Die Bilder wird man niemals los. Da muss ich jetzt schon wieder würgen, wenn ich daran denke! Und dann, ja… ansonsten wie immer: Ich verspreche wie immer viel und halte nichts.

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