Markante Fotos aus der Region Selfkant im Landtag

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Bei der Ausstellungseröffnung in Düsseldorf: Landtagsabgeordneter Bernd Krückel (links) im Gespräch mit dem Fotografen Walter Scheufen.

Kreis Heinsberg. Der Fotograf Walter Scheufen aus Gangelt-Birgden stellt zum Thema „Hoftore und Torschlösser aus der Region Selfkant“ Fotos im Landtag von Nordrhein-Westfalen aus. Zur Ausstellungseröffnung konnte der Heinsberger CDU-Landtagsabgeordnete Bernd Krückel, der Walter Scheufen zu der Ausstellung animiert hatte, zahlreiche Gäste begrüßen.

Walter Scheufen ist die Ortschaften im Selfkant durchfahren und hat nach ausdruckstarken Bauernhoftoren gesucht. Auffallend war, dass sich in vielen Ortschaften jeweils ähnliche Torbeschläge fanden. Da die Metallarbeiten seinerzeit von den Dorfschmieden in ihrem direkten Umfeld, vielleicht auch noch in Nachbardörfern, von Hand ausgeführt wurden, kann man in vielen Fällen die „Handschrift“ der damaligen Handwerksmeister erkennen.

Einige Schmiede hatten Vorlieben für bestimmte Klinken- oder Klopferformen, andere Handwerker stellten besonders kunstvolle „Grundplatten“ her. Häufig zeigten die Hofherren ihren christlichen Glauben, in dem sie ihre Tore mit christlichen Symbolen schmückten. Oft kommt eine runde Grundplatte mit einem Kreuz darüber vor. Dies erinnert in der Form an den Reichsapfel in ­einer zweidimensionalen Projektion: Das Kreuz Christi thront über dem Erdball. Es gibt aber auch Exemplare mit viereckigen oder anderweitig gestalteten Grundplatten.

Besonders beeindruckend ist die Form, welche die Kardinaltugenden Glaube, Hoffnung und Liebe darstellt. Der Glaube wird durch den festen Anker, die Liebe durch das Herz und die Hoffnung auf die Auferstehung wird durch das Kreuz symbolisiert.

Fotografisch reizten Scheufen die morbide Schönheit von abblätternder Farbe, die Struktur des alternden Holzes, das Spiel von Licht und Schatten, dicke Farbschichten, Roststrukturen und die geometrischen Formen des Toraufbaus. Auf einen kurzen Nenner gebracht: Es handelt sich um eine visuelle Reise in eine Kulturgeschichte der bäuerlich geprägten Heimatdörfer im äußersten Westen der Republik.

Interessierte können die Ausstellung noch bis 22. Juni im Fraktionsbereich der CDU-Landtagsfraktion betrachten; Gäste sind nach Angaben aus Krückels Landtagsbüro willkommen.

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