Erkelenz - Marienleuchter aus dem Jahr 1517 wird restauriert

Marienleuchter aus dem Jahr 1517 wird restauriert

Von: bast
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Der Marienleuchter von St. Lambertus bedarf dringend einer Restaurierung. In einer feierlichen Marianischen Vesper wurde er quasi auf die Reise geschickt. Foto: Strickstrock

Erkelenz. Der Marienleuchter von St. Lambertus geht jetzt auf Reisen: Er bedarf dringend einer Restaurierung. In einer feierlichen Marianischen Vesper verabschiedete ihn Pastor Werner Rombach zusammen mit zahlreichen Gotteshausbesuchern.

Die auf alte Schätze spezialisierte Gruppe „K Erhards und Seuffert” in Köln wird dem Kunstwerk wieder neuen Glanz verleihen.

Bisher hing es weit oben im hinteren Teil des Kirchenschiffes. Nun wurde der Leuchter herabgelassen, so dass man ihn genauer aus der Nähe betrachten konnte. Diese Gelegenheit nahmen viele Gotteshausbesucher wahr, und zahlreiche Fotografen hielten ihn im Bild fest.

Der verstorbene Redaktionsleiter der Heinsberger Zeitung, Edwin Pinzek, ein Kenner religiöser Werke, hatte den Leuchter vor vielen Jahren in der Reihe „Bedeutende Bau- und Kunstwerke in Erkelenz Nr. 5”, herausgegeben vom Bürgermeister der Stadt, in Bildern und Texten der Öffentlichkeit vorgestellt.

Danach schuf ein unbekannter Meister in Neuss den Leuchter im Jahre 1517 für die Erkelenzer Pfarrkirche. Nach den Feststellungen waren es wahrscheinlich sogar zwei Meister, ein Kunstschmied und ein Bildhauer. Namentlich bekannt ist der Meister Johann Erwein aus Köln, der das Schnitz- und Eisenwerk im Jahr 1533 vergoldete.

Der Erkelenzer Marienleuchter gehört zu den wertvollsten spätgotischen Kunstwerken im Kreis Heinsberg. Pinzek beschreibt sehr genau das Kunstwerk, bei dem besonders das Doppelbild der Madonna ins Auge fällt. Auf der einen Seite sitzt das Jesuskind fast auf dem Arm seiner Mutter, auf der anderen Seite hält Maria das Kind fast liegend in ihren Armen. Der Strahlenkranz tritt zwischen den beiden Figuren hervor. Zahlreiche weitere Einzelheiten sind erkennbar und in hervorragender Arbeit gestaltet.

Der Leuchter von der Krone bis zum unteren Knauf, einer Traube, aus der die sieben Leuchterarme herauswachsen, misst 3,37 Meter. Die Krone selbst hat einen Durchmesser von 2,70 Metern. Der Leuchter wurde zuletzt 1960 in der Werkstatt des Landeskonservators restauriert.
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