Maiveranstaltung: DBG hofft auf Sonnenschein und Solidarität

Von: disch
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DGB-Kreisvorsitzender Willi Klaßen hofft auf eine gute Resonanz bei der Maiveranstaltung am Sonntag an Schacht 3 in Hückelhoven. Foto: agsb

Kreis Heinsberg. Bereits zum sechsten Mal in Folge ist Schacht 3 in Hückelhoven, das Gelände der ehemaligen Steinkohlenzeche ­Sophia-Jacoba, an diesem Sonntag, 1. Mai, Schauplatz der Maiveranstaltung vom DGB-Kreisverband Heinsberg. Wie hatte doch Willi Klaßen, Kreisvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes, einmal gesagt: „Da sind wir zu Hause!“ Im Vorfeld der Veranstaltung stand Klaßen Rede und Antwort.

„Zeit für mehr Solidarität“ lautet der Slogan des DGB zum 1. Mai. Und der DGB betont, dass demonstriert werde für mehr Solidarität zwischen den arbeitenden Menschen, den Generationen, Einheimischen und Flüchtlingen, Schwachen und Starken. Warum ist der Appell zu mehr Solidarität gerade jetzt so wichtig?

Klaßen: Ein Appell zu mehr Solidarität ist immer wichtig. Solidarität ist für mich ein Zusammenhalt von Menschen für eine bestimmte Sache, weil wir die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen nur gemeinsam lösen können.“

Sie haben für die Diskussionsrunde am 1. Mai in Hückelhoven bewusst das Thema „Integration in den Arbeitsmarkt“ ausgewählt und haben dabei nicht nur eine Gruppe von Betroffenen im Auge. Sie denken vielmehr beispielsweise an deutsche Langzeitarbeitslose ebenso wie an syrische Flüchtlinge. Befürchten Sie, dass diese Gruppen gegeneinander ausgespielt werden könnten?

Klaßen: Die Integration in den Arbeitsmarkt muss in aller Interesse sein. Hier werden wir uns überall einmischen, wo Gruppen gegeneinander ausgespielt werden sollen. Der DGB und seine Einzelgewerkschaften sagen ganz klar: Wir lassen unser Land nicht von einer Minderheit spalten. Wir sagen selbstbewusst: Wir sind die Mehrheit in Deutschland. Wir lehnen Hetze und Gewalt gegen Flüchtlinge und andere Gruppen aufs Schärfste ab.

Ein Thema, das sich der DGB auch auf seine Fahnen geschrieben hat, ist die Stärkung der gesetzlichen Rente. Auch wenn in diesem Jahr eine Rentenerhöhung ansteht: Die drohende Altersarmut ist eine Sorge, die viele Menschen in diesem Land plagt. Was könnten nach Ihrer Ansicht Rezepte sein, um da gegenzusteuern?

Klaßen: Große Sorgen machen sich viele, wie sie im Alter einigermaßen über die Runden kommen sollen. Das gesetzliche Rentenniveau muss dringend stabilisiert werden. Wir brauchen einen Kurswechsel in der Rentenpolitik. Der Sinkflug der gesetzlichen Rente muss gestoppt werden. Wer ein Leben lang hart gearbeitet hat, muss von der Rente leben können. Jemand der keinen Job gefunden hat, darf bei der Rente nicht auch noch bestraft werden. Auch wer nicht mehr kann, darf im Alter nicht arm sein. Wir wollen nicht eine Lösung für alle, sondern für alle eine Lösung. Wir wollen eine Rente, die für ein Leben in Würde reicht.

Trotz aller ernsten Themen: Die DGB-Veranstaltung am 1. Mai in Hückelhoven an Schacht 3 soll ja auch ein Fest für Familien werden. Worauf dürfen sich die Besucher freuen?

Klaßen: Die Besucher erwartet – neben der Podiumsdiskussion mit interessanten Gästen – Musik der Bergkapelle Sophia-Jacoba. Für die Kinder stehen eine Hüpfburg, ein Glücksrad, eine Button-Maschine und eine Torwand bereit. Kulinarisch werden wir vom Schachtverein verwöhnt. Die Einzelgewerkschaften präsentieren sich mit verschiedenen Ständen und informieren über ihre Organisationen. Auch die Betriebsseelsorge im ­Bistum Aachen wird vor Ort vertreten sein. Der DGB-Kreisverband Heinsberg hofft auf Sonnenschein und Solidarität.

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