Männergesangverein Borussia Baal besteht seit 150 Jahren

Von: Bodo Strickstrock
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Im Festzug durch Baal bildete das Geburtstagskind MGV Borussia den Abschluss. Foto: Bodo Strickstrock

Hückelhoven-Baal. Alle Beteiligten der Feiern zum 150-jährigen Bestehen des Männergesangvereins Borussia Baal hatten gehofft, dass der angekündigte Regen ausbleiben würde, und vielleicht half auch die Teilnahme am morgendlichen Festgottesdienst in St. Brigida: Es blieb während des gesamten Tages trocken.

So konnte der Festzug mit starker Beteiligung zahlreicher Musikvereine, -korps, der Chöre und des Bürgervereins durch den Ort ziehen. Einige Vorsichtige verzichteten zwar nicht auf den Regenschirm, der blieb aber geschlossen.

Der Vorsitzende des Jubelvereins, Manfred von de Berg, konnte anschließend zehn Gesangvereinigungen in der Bürgerhalle zum Freundschaftssingen begrüßen. Ihre Visitenkarten gaben nach Auslosung der Reihenfolge neben dem MGV Borussia und dem Kirchenchor Cäcilia Baal der MGV Eintracht Hückelhoven-Kleingladbach, der Alfred-Wirth-Werkschor „Glück Auf 1953”, das Ensemble Vocal Harmony Parkstadt Limburg, der MGV Eintracht Hilfarth1892 und Wickrathhahn 1895, die Concordia Lövenich 1848, der Übacher Gesangverein 1848 und die Liedertafel Holzweiler 1857 ab.

Einige Engpässe beim Auf- und Abgang der Chöre zur Bühne ließen sich nicht vermeiden, weil alle über eine enge Treppe aus dem Nebenraum mussten, aber man hatte Zeit und Muße und nahm die entstandenen Verzögerungen gelassen.

Jeder Chor trug zwei oder drei Kompositionen vor und hatte sicherlich jeweils ein Lieblingswerk mitgebracht. Eine Sängerschar hervorzuheben wäre unfair - zu unterschiedlich waren Mitgliederzahlen und gewählte Schwierigkeitsgrade, aber die Fachleute konnten doch Leistungsunterschiede feststellen. Der Beifall der Sänger und Angehörigen galt aber allen Vorträgen.

Eine Auffälligkeit allerdings war nicht zu übersehen und wurde von Manfred von de Berg, der die Moderation des Nachmittags übernommen hatte, besonders erwähnt: Die weiblichen Dirigenten sind im Aufwind. 30 Prozent der Sänger ließen sich von weiblicher Hand leiten.

Das Finale bestritt schließlich nach über zwei Stunden die aus den Chören MGV Liedertafel 1857 Holzweiler und Cäcilia Kückhoven gebildete Chorgemeinschaft unter dem Dirigat von Peter Stresius. Und der sorgte auch mit der Mitteilung über seinen letzten öffentlichen Auftritt an diesem Tage als Dirigent für allgemeine Überraschung.

Als Begründung gab er Altersgründe an, nicht ohne als echter Musik- und Sangesfreund zusammen mit allen Anwesenden noch einmal den Deutschen Sängergruß anzustimmen. Ein schöner Abschluss des ereignisreichen Tages.
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