Hückelhoven - Mädchen und Technik: Ein heißes Thema

Mädchen und Technik: Ein heißes Thema

Von: Christian Bosten
Letzte Aktualisierung:
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„Technik ist weiblich” ist der Titel einer Ausstellung im Foyer des Gymnasiums Hückelhoven. Foto: Koenigs

Hückelhoven. Die Technikwelt ist eine männliche Domäne. Dieser Grundsatz schreckt Frauen meistens davon ab, in dieser Disziplin Fuß zu fassen. Die Fachhochschule Aachen hat sich diesen Umstand zunutze gemacht und wirbt mit einer Ausstellung für die technisch fokussierten Studiengänge mit dem Slogan „Technik ist weiblich”.

Ziel dieser Ausstellung, die im Hückelhovener Gymnasium Station gemacht hat, ist es, vor allem Mädchen über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten nachhaltig zu informieren.

„Ingenieure werden gesucht. Wir hoffen, dass viele Mädchen auf diesen Zug aufspringen”, so beginnt Prof. Dr.-Ing. Martina Klocke, die im Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik lehrt, ihre Präsentation im Foyer des Gymnasiums.

Blickt man auf die gewählten Studiengänge von weiblichen Studierenden so fällt auf, dass Mathematik als Naturwissenschaft ganz am Ende angesiedelt ist, während die BWL weiterhin die Spitzenposition einnimmt.

Auch bei den Studienanfängern entfallen nur 20 Prozent auf Ingenieurswissenschaften, während sich 70 Prozent der Studenten für ein sprach- und kulturwissenschaftliches Studium einschreiben. Genau diesem Umstand möchte die Dozentin entgegenwirken und hofft durch diese Ausstellung auf Dauer ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis in technisch orientierten Berufen zu erreichen.

Auch die Möglichkeiten der Technik kommen in ihrer Präsentation nicht zu kurz. Den anwesenden Schülerinnen und Schülern zeigt Prof. Dr.-Ing. Klocke, dass der Specht als Muster für die optimale Herstellung von Fahrradsitzen dienen kann. Auch die Eule bietet eine perfekte Vorlage, um Rotoren bei Hubschraubern so zu konstruieren, damit sie geräuschärmer laufen.

Obwohl das Interesse bei der anwesenden Schülerschaft hoch ist, sind nicht alle von technischen Berufen überzeugt. Die 17-jährige Elif Berberoglu äußert sich nicht begeistert: „Ich kann mir das nicht vorstellen. Es klingt alles sehr schwierig. Für mich wäre es nichts.”

Auch wenn im Vorfeld noch ein wenig Skepsis gegenüber technisch geprägten Studiengängen vorherrscht, so versucht die Dozentin diesen Vorurteilen den Wind aus den Segeln zu nehmen. „Es besteht die Möglichkeit in einem Schnupperstudium erste Erfahrungen zu sammeln. Gleichzeitig bieten Praktika eine gute Möglichkeit die vielfältigen Berufe kennen zu lernen.”

Die Idee, diese Ausstellung in Schulen einzusetzen und für technische Studiengänge zu werben, liegt laut Sozialpädagogin Miriam Aldenhoven, die sich auch für die Koordination des Projekts verantwortlich zeigt, schon lange vor.

„Da die Schulen genug zu tun haben, sind Analysen durchgeführt worden. Nach anderthalb Jahren Planung haben wir dann ein Konzept entwickelt”, so die Sozialpädagogin. Bis zu Anfang der Sommerferien behält die Ausstellung ihren Platz im Foyer des Hückelhovener Gymnasiums.

Für nähere Informationen rund um die technischen Studiengänge wie Architektur, Elektrotechnik, Mechatronik oder Bauingenieurwesen wird auf die beiden Webseiten der Hochschule unter www.fh-aachen.de oder www.studienberatung.fh-aachen.de verwiesen.
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