Mädchen stehen im Mittelpunkt beim Frauentag

Von: hewi
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Kreis Heinsberg. „Mädchen im Mittelpunkt”: Unter diesem Motto organisiert die Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten aus dem Kreisgebiet Heinsberg aus Anlass des Internationalen Frauentages eine Veranstaltung mit Workshops, Mitmachaktionen, Beratungen und Informationen für Schülerinnen der weiterführenden Schulen ab 13 Jahre.

So dreht sich am Freitag, 13. März, in der Erkelenzer Stadthalle von 9 bis 14 Uhr alles um Mädchen und Themen, die sie interessieren. Das Angebot reicht von Workshops zur Selbstverteidigung und dem Umgang mit Verhütungsmitteln über Bewerbungstrainings bis hin zu Aktionen wie gynäkologischer Beratung, Aufklärung über Drogenmissbrauch und Hilfe gegen Mobbing in der Schule.

Darüber hinaus gibt es Infostände über Themen der Berufswahl, des Sports und der Integration. Die 16 Workshops - sie finden größtenteils in den kleinen Räumen der Stadthalle statt - bieten Platz für insgesamt 254 Teilnehmer.

„Die Jugend ist längst nicht so selbstbewusst, wie man allgemein glaubt”, erklärte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Erkelenz, Elke Schmitz, bei der Vorstellung des Aktionstages. Gemeinsam mit Lilo Zerbe setzt sie sich in Erkelenz für die Belange der Frauen ein. Der Aktionstag ist die zwölfte kreisweite Aktion der Arbeitsgemeinschaft, in der die Gleichstellungsbeauftragten aller Kommunen des Kreises mitarbeiten.

Die Organisatorinnen haben auch eine Telefon-Notfallkarte für Mädchen erstellt, die am Veranstaltungstag verteilt werden soll. Sie enthält eine Reihe wichtiger Rufnummern.

Behandelt werden auch sensible Themen wie Essstörungen, die an den Schulen oft zu kurz kommen. Ziel der Aktionen ist es, die Mädchen für die Themen zu interessieren, ihnen Selbstbewusstsein zu geben und Schwellenängste zu nehmen.

Zum Beispiel beim Thema Freizeitsport: „Gerade übergewichtige Mädchen trauen sich nicht in die Sportvereine”, erklärte auch die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises, Susanne Knorr. Daher wird in der Halle auch das Projekt „schwer mobil” des Kreissportbundes von der Referentin Annegret Steingießer vorgestellt.

„Viele der Themen können an den Schulen nicht vermittelt werden”, so Knorr. Dabei solle der Tag kein Tropfen auf den heißen Stein sein, sondern Anstöße geben. Die Erfahrung habe gezeigt, dass nach den Veranstaltungen Wünsche zu entsprechenden Workshop-Angeboten geäußert würden, die vor Ort von den Gleichstellungsbeauftragten umgesetzt werden könnten.

Auch Eltern und Lehrer können an dem Aktionstag teilnehmen, wobei die Workshops für sie jedoch tabu sind. „Die Schülerinnen sollen dort ungehemmt und frei reden können”, betonte die Hückelhovener Gleichstellungsbeauftragte, Petra Hudler. Daher sei es auch wichtig, dass die Veranstaltung nicht im schulischen Umfeld stattfinde. Allerdings soll es nicht nur um problematische Themen gehen.

So werden auch Informationen zur Herstellung von Naturkosmetik vermittelt und gesunde Snacks und Drinks angeboten. „Schließlich soll der Tag den Mädchen auch Spaß machen”, so Zerbe.

Telefonische Auskunft erteilen die Gleichstellungsbeauftragten der Städte und des Kreises Heinsberg.
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