Mönchengladbach - Lorena aus dem Kosovo macht Fortschritte

Lorena aus dem Kosovo macht Fortschritte

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Freude beim Therapeutischen Reiten: Lorena aus dem Kosovo, die Kontakt zur Lebenshilfe hat, ist wieder da.

Mönchengladbach. „Die sind aber groß!“ Einige der neun Kinder von der LVR-Schule Mönchengladbach-Rheindahlen schauen schon ein wenig ängstlich, als sie auf dem Reiterhof Jutta Junker in Mönchengladbach eintreffen und die Pferde auf der Koppel sehen: Therapeutisches Reiten ist angesagt. Eines der Kinder ist Lorena aus dem Kosovo, die seit 2014 Kontakt zur Lebenshilfe Heinsberg hat.

Damals hatte der Familien unterstützende Dienst der Lebenshilfe Lorena auf Bitten von Dr. Volker Siller, Vorsitzender des Vereins Menschenskind, einem Verein zur Förderung der Betreuung und Beratung kranker Kinder und ihrer Familien in Stolberg, in eine Ferienfreizeit aufgenommen. Anschließend besuchte sie für längere Zeit die Kita Triangel in Oberbruch.

Lorenas Beinmuskulatur war spastisch gelähmt (infantile Cerebralparese). Sie musste dringend operiert werden, was in ihrer Heimat nicht möglich war. Nach einer intensiven Medienberichterstattung kamen durch zahlreiche Spenden die Mittel für Operation und anschließende Reha zusammen. Im November 2014 wurde sie in der Universitätsklinik in Düsseldorf erfolgreich operiert.

Nach einer siebenwöchigen Reha-Maßnahme in Meerbusch im Jahr 2015 ist sie jüngst zur Anpassung neuer Beinschienen erneut für längere Zeit nach Deutschland gekommen.

Glücklicherweise hatte sich die Förderschule in Mönchengladbach-Rheindalen bereit erklärt, sie für diese Zeit aufzunehmen. In einer Klasse mit neun Schülerinnen und Schülern sowie vier Lehr-und Betreuungskräften hat sie sich laut Lehrer Bernd Paulußen gut eingelebt. Sie macht alle Aktivitäten mit und ist äußerst lernfähig, kann bereits recht gut selbstständig laufen und verzichtet immer häufiger auf ihren Rollator. „Wenn sie so weitermacht und fleißig übt, sollte sie im September endlich im Kosovo eingeschult werden“, so die Hoffnung von Dr. Siller, denn bisher war ihr in ihrer Heimat der Schulbesuch einer Regelschule verwehrt worden, weil sie nicht selbstständig gehen könne.

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