Kreis Heinsberg - Lokale Teilhabekreise: Netzwerk erhält gemeinsames Gesicht

Lokale Teilhabekreise: Netzwerk erhält gemeinsames Gesicht

Von: defi
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Mit einem neu aufgelegten Flyer bekommen die vier Lokalen Teilhabekreise im Kreis Heinsberg „ein gemeinsames Gesicht“. Foto: defi

Kreis Heinsberg. „Ich bin eine Kämpfernatur, aber ich brauche meine Mitmenschen“, sagt Cimalia-Isabel Gaytán-Delgado. Sie nimmt regelmäßig an den Treffen des Lokalen Teilhabekreises in Heinsberg teil. Bei diesen Treffen bemühen sich behinderte und nichtbehinderte Menschen gemeinsam, „Barrieren zu beseitigen und ein Miteinander zu ermöglichen“, so Nicole Abels-Schell, eine der vier Koordinatorinnen der Teilhabekreise im Kreis.

 Die bislang vier regionalen Teilhabekreise in Geilenkirchen, Heinsberg, Hückelhoven und Erkelenz sind eine Kooperation von der Gemeindesozialarbeit des Caritasverbands für die Region Heinsberg und der Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle (KoKoBe) für den Kreis Heinsberg. Die Kooperationspartner haben jetzt ihren neu aufgelegten Flyer vorgestellt, der „unserem Netzwerk ein gemeinsames Gesicht gibt“, so Bärbel Windelen.

Adelheid Venghaus und Katrin Hennes sind die Ansprechpartnerinnen bei der KoKoBe und setzen sich zusammen mit Bärbel Windelen und Nicole Abels-Schell von der Caritas für die gleiche Zielgruppe ein: Menschen mit einer körperlichen oder psychischen Behinderung. Adelheid Venghaus: „Wir möchten behinderten Menschen ein Sprachrohr bieten.“

Klaus Hammer, ebenfalls Teilnehmer an den Heinsberger Treffen, würde sich wünschen, dass schon bei der Planung von öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen auch behinderte Menschen mit einbezogen werden, denn Nichtbehinderte würden die Probleme Behinderter oft nicht erkennen. Martin Debois besucht die Treffen des Lokalen Teilhabekreises in ­Hückelhoven, die wie in den anderen Städten auch viermal jährlich stattfinden. Auch wenn er selber nicht auf einen Rollstuhl angewiesen ist, so ist ihm die Barrierefreiheit in seiner Heimatstadt wichtig.

Über den direkten Kontakt zur Stadtverwaltung könnten manche Probleme oft schnell und unbürokratisch gelöst werden, darin sind sich die vier Koordinatorinnen der Teilhabekreise einig. Auch über Sportvereine und den Kreissportbund konnten Integrationshilfen für behinderte Menschen geleistet und deren Wunsch nach Gesellschaft und sportlicher Betätigung manches Mal erfüllt werden. Adelheid Venghaus: „Leider konnten wir den an uns herangetragenen Wunsch – Rollifahrer sucht Basketballgruppe – noch nicht erfüllen.“

Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, der am 5. Mai begangen wird, planen die Teilhabekreise eine Aktion zur Barrierefreiheit in der Stadt Heinsberg und eine Autorenlesung in Geilenkirchen.

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