Löschgruppen nehmen erfolgreich an Prüfungen teil

Von: Johannes Bindels
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Sie sagen, was zu tun ist: Die stellvertretenden Kreisbrandmeister Günter Paulsen und Claus Vaehsen geben beim Leistungsnachweis die Instruktionen. Foto: Bindels
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Wasser marsch – der Löschangriff wurde erfolgreich in der vorgesehenen Zeit erledigt. Foto: Bindels
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Die Feuerwehrleute der Löschgruppe Gerderath belegen ihre Fähigkeiten des Knotenknüpfens. Foto: Bindels

Kreis Heinsberg. Mit Feuereifer nahmen die Teilnehmer der örtlichen freiwilligen Feuerwehr beim Leistungsnachweis des Kreisfeuerwehrverbandes Heinsberg an den Prüfungen teil. Auf dem Gelände der Gesamtschule in Heinsberg-Oberbruch stellten sich 42 Löschgruppen den Anforderungen in den praktischen Fähigkeiten, theoretischen Kenntnissen und der Fitness.

Den Startschuss zum ganztägigen Leistungsnachweis gaben die stellvertretenden Kreisbrandmeister Claus Vaehsen und Günter Paulsen mit ihren Instruktionen an Prüfer und Gruppenführer. „Wir schaffen den Löschangriff in drei Minuten“, war sich Brandinspektor Wolfgang Esser als Gruppenführer der Löschgruppe Dremmen sicher, die geforderte Leistungsfähigkeit durch seine acht Feuerwehrleute erfüllen zu können.

Gefordert wurde, innerhalb von fünf Minuten ein Wasserbecken mit einer Pumpe zu verbinden, an die Pumpe einen Schlauch mit Verteiler anzuschließen und von dort zwei C-Rohre und ein B-Rohr zu versorgen. Die dafür eingeteilten Feuerwehrleute mussten mit den über eine Strecke von 100 Metern verlegten Schläuchen und Rohren dann die Löschung vornehmen. Abgeschlossen war der Prüfungsteil, wenn mit allen drei Rohren die gezielte Löschung erfolgt war.

„Weitere Leistungsbestandteile sind der Nachweis, verschiedene Knoten knüpfen zu können. Mit Seilen eine Eigensicherung vorzunehmen, Geräte sicher zu verbinden oder mittels verknüpften Leinen den Weg aus einem verrauchten Raum rauszufinden, ist lebensrettend“, erläuterte Günter Paulsen den Sinn dieser Fähigkeiten. Innerhalb von drei Minuten mussten drei Knotenarten aus insgesamt neun verschiedenen geknüpft werden können.

Ein weiterer Prüfungsteil bestand aus einem Staffellauf über 400 Meter, in dem die Feuerwehrleute ein Geräteteil transportieren und weitergeben mussten. Der letzte Teil des Nachweises bestand aus einer theoretischen Prüfung, bei der drei Fragen aus 120 Fragen richtig beantworten werden mussten, ergänzte Paulsen.

Erstmalig durften auch Jugendliche ab dem 17. Lebensjahr am Leistungsnachweis teilnehmen, betonte Paulsen. Wenn auch der Altersdurchschnitt beim Kreisfeuerwehrverband Heinsberg bei etwa 35 bis 40 Jahren läge, sei es wünschenswert, wenn mehr Jugendliche sich für die Feuerwehrarbeit begeistern würden. Auch den Frauenanteil steigern zu können, der noch viel zu gering sei, sei erstrebenswert, ließ Paulsen wissen.

Kreisbrandmeister Klaus Bodden obliegt als Leiter des Kreisfeuerwehrverbandes Heinsberg im Kreis die Fachaufsicht. Die Kreisleitstelle der Feuerwehr ist in Erkelenz angesiedelt. In Wegberg und Hückelhoven befinden sich hauptamtlich besetzte Feuerwehrwachen.

Die gesamte Feuerwehr im Kreis Heinsberg beruhe auf der freiwilligen Feuerwehr, deren Kenntnisstand und Ausstattung aber den der Berufsfeuerwehren gleiche, ließ Paulsen keinen Zweifel an der Erfüllungsfähigkeit der Feuerwehren im Kreis. Ständige Übungen und der Nachweis der Leistungsfähigkeiten seien dafür Belege, war sich Paulsen sicher.

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