Liberale im Rat fordern einen Streetworker

Letzte Aktualisierung:

Wegberg. Auf einer Klausurtagung im November hatte die FDP ihre Ziele für die Ratsarbeit in diesem Jahr diskutiert. Bei einem Pressegespräch stellte die Ratsfraktion die Themenschwerpunkte vor.

Als Ziel mit oberster Priorität nannte der Fraktionsvorsitzende Christoph Böhm die Einstellung eines Streetworkers. „In der Jugendarbeit besteht in Wegberg Nachholbedarf”, erklärte er. Der Tätigkeitsbericht der Sozialarbeiterin Birgit Froitzik auf der letzten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur, Soziales und Sport (BiKKS) habe den Handlungsbedarf noch einmal deutlich gemacht. Schon 2008 hätten die Liberalen die Einstellung eines Streetworkers in Wegberg gefordert.

Bis zur nächsten Sitzung des BiKKS soll ein Konzept erstellt werden, wie die Arbeit aussehen soll. „Wir hoffen, dass am Ende der Diskussion eine Stelle geschaffen wird”, erklärte auch der Fraktionsgeschäftsführer Heinz Nießen.

An anderer Stelle wollen die Liberalen aber lieber auf die Bremse treten. Denn angesichts der angespannten Haushaltslage ist die Finanzkonsolidierung erklärtes Ziel. Die Ausgaben müssten auf ihre Notwendigkeit hin geprüft werden. Weitere „Prestigeobjekte” werde es mit Stimmen der FDP nicht mehr geben. Mehr Prestige wünschen die Liberalen der Stadt aber im Bezug auf die Innenstadt.

Deren Attraktivität und Magnetwirkung müsse durch gezielte Maßnahmen gesteigert werden. So sei zum Beispiel eine mobile Eislaufbahn im Winter vorstellbar, erklärte Böhm und verwies auf Roermond, wo durch eine solche Bahn im Winter viele Besucher auf den Markt gelockt werden. Davon würden der Einzelhandel und die Gastronomie profitieren.

Profitieren soll Wegberg auch von der Verbindung und Zusammenarbeit mit den deutschen und niederländischen Nachbargemeinden. Über die Vermarktung der Region für Naherholung und Tourismus könne ein Image geschaffen werden, von dem Wegberg als Naherholungsziel profitieren könne.

Ziel müsse die Schaffung einer „Marke Wegberg” als attraktive Adresse sein. Neben den Themenschwerpunkten seien es aber auch die Anregungen durch die Bürger, die die Fraktionsarbeit der FDP bestimmten, erklärte Ratsfrau Ursula Krahe-Buschen.

So sei die Installation einer Bushaltestelle am ehemaligen Molkereigelände Fußbachstraße auf Anregung aus der Bürgerschaft geschehen. Der Bürger stehe im Mittelpunkt der liberalen Politik, lautete das Credo der Fraktionsvertreter.

Vor einem negativen „Westerwelle-Effekt” für die Wegberger FDP habe man keine Angst. „Wir werden an unserer Arbeit vor Ort gemessen”, hob Böhm hervor. „Zum Beispiel an unserer Haltung zur Betreuung der unter Dreijährigen oder anderer Themen, die die Menschen hier betreffen.” Die Fraktionssitzungen im BGZ sind öffentlich.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert