Leselernhelfer vermitteln eine Kompetenz, die man haben muss

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Der erste Vorstand des neuen Vereins „Mentor – Die Leselernhelfer Kreis Heinsberg“: Thomas Pennartz, Anna Petra Thomas, Peter Kaiser, Heinrich Spiegel, Andrea Ludwigs-Spalink und Marie-Theres Jakobs-Bolten (v. l. n. r.).

Kreis Heinsberg. 17 Teilnehmer konnte Thomas Pennartz, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Heinsberg, in der Erkelenzer Hauptstelle des Geldinstituts zur Gründungsversammlung des neuen Vereins „Mentor – Die Leselernhelfer Kreis Heinsberg“ begrüßen. Die meisten von ihnen waren aktive oder pensionierte Pädagogen, aber auch Architekten, Steuerberater oder Journalisten waren gekommen, um die Initiative zu unterstützen.

Auf Anregung von Richard David Precht, einem der Referenten der Sparkassengespräche 2012, hatte Sparkassenchef Thomas Pennartz zur Gründung eines Vereins im Kreis Heinsberg aufgerufen, der die Lesekompetenz von Kindern im Alter zwischen sechs und 16 Jahren fördern soll. Precht stehe dahinter, das Interesse der Zuhörer sei enorm gewesen und an anderen Stellen, etwa im Pädagogischen Beirat der Kreissparkasse, sei das Vorhaben ebenfalls diskutiert worden, „das eine sehr, sehr interessante Sache für den Kreis Heinsberg ist“, so der Initiator.

Geteilt wurde im Kreis der Versammlungsteilnehmer die Erkenntnis, dass Schüler in der Schule besser zurechtkämen, wenn sie über Lesekompetenz verfügten. „Lesen ist die Kompetenz, die man haben muss, um im Leben zurechtzukommen“, so Schulamtsdirektor Peter Kaiser. Dabei gehe es den Leselernhelfern keineswegs um Nachhilfe, sondern darum, den Kindern und Jugendlichen Hilfen zur Stärkung ihres eigenen Leistungsvermögens zu geben.

Gemeinsam mit dem Pädagogischen Beirat und nach Gesprächen mit Vereinen in Dinslaken und Köln sowie mit dem Mentor-Bundesverband in Frankfurt hatte Thomas Pennartz bereits einen Satzungs­entwurf erarbeitet, den er den Teilnehmern der Gründungsversammlung präsentierte. Dieser wurde einstimmig angenommen wurde. „Zweck des Vereins ist die Förderung der Bildung und Erziehung“, heißt es dort unter anderem. „Er gewährt außerschulische Unterstützung für Mädchen und Jungen der unteren und mittleren Jahrgansstufen aller Schularten primär bei der Entwicklung ihrer Lese- und Sprachkompetenz des Deutschen.“

Ehrenamtlich tätige Mentoren

Geleistet werden soll diese Unterstützung künftig von ehrenamtlich tätigen Mentoren, die einen oder auch mehrere Schüler über einen längeren Zeitraum betreuen, immer in einer Eins-zu-eins-Situation. So sollen die Kompetenz im Gebrauch der deutschen Sprache aufgebaut und die kommunikativen Fähigkeiten der Schüler gestärkt werden. „Dies zielt insgesamt darauf ab, das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten bei den Mädchen und Jungen auszubauen“, heißt es in der Satzung weiter.

Derzeit hätten bereits rund 40Bürger im Kreis Heinsberg ihre Bereitschaft erklärt, als Mentoren aktiv zu werden, erklärte Pennartz. Darüber hinaus hätten sich auch Unternehmen gemeldet, die ihre Auszubildenden für diese Tätigkeit freistellen würden.

Bei den Wahlen, die alle einstimmig erfolgten, wurde Heinrich Spiegel, der ehemalige Leiter der Betty-Reis-Gesamtschule Wassenberg, zum Vorsitzenden des Vereins gewählt. Sein Stellvertreter ist Schulamtsdirektor Peter Kaiser, der zum Jahresende in den Ruhestand geht und sich dann ebenfalls intensiv der Vereinsarbeit widmen möchte.

Geschäftsführerin ist Marie-Theres Jakobs-Bolten, Direktorin Vorstandssekretariat und Personal der Kreissparkasse. Als Schatzmeister fungiert Thomas Pennartz, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse.

Komplettiert wird der Vorstand von zwei Journalistinnen, die sich für den Verein ebenfalls ehrenamtlich engagieren: Andrea Ludwigs-Spalink übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit, Anna Petra Thomas die Pressearbeit.

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