Leo Dautzenberg bald nicht mehr in Diensten von Evonik

Von: disch
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Berlin/Kreis Heinsberg. Den Wechsel des damaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Leo Dautzenberg als Lobbyist in die Industrie, der zu Beginn des Jahres 2011 – nur ein Jahr und vier Monate nach der Wahl von 2009 und dem Wahlkreisgewinn durch den Christdemokraten – mit einem Mandatsverzicht verbunden war, hat SPD-Bundestagskandidat Norbert Spinrath jetzt noch einmal bei einem Pressegespräch thematisiert.

Mit seinem Schritt habe Dautzenberg damals die eigene Partei düpiert und den Wählern im Kreis Heinsberg einen „Bärendienst“ erwiesen. Und jetzt sei der Vertrag von Dautzenberg mit Evonik aufgelöst worden, so Spinrath. 2010 war von einem Fünf-Jahres-Vertrag zwischen Evonik und Dautzenberg berichtet worden.

Doch das Unternehmen gab nun bekannt: Rüdiger Oppers (52) wird zum Jahresende neuer Bevollmächtigter des Vorstands und Leiter der Abteilung Public Affairs im Zentralbereich Kommunikation & Vorstandsbüro der Evonik Industries AG. Der derzeitige Chefredakteur der Neuen Ruhr / Neuen Rhein Zeitung (NRZ) trete damit die Nachfolge von Leo Dautzenberg (63) an, der zum gleichen Zeitpunkt „auf eigenen Wunsch und in bestem gegenseitigem Einvernehmen“ aus dem Unternehmen ausscheide.

In den zurückliegenden Jahren habe Dautzenberg wesentlich dazu beigetragen, die Konzernrepräsentanzen in Berlin und Brüssel auf die strategische Positionierung von Evonik als weltweit führendes Spezialchemieunternehmen auszurichten. „Herr Dautzenberg hat hervorragende Arbeit geleistet. Das Unternehmen wie auch ich persönlich sind ihm zu großem Dank verpflichtet“, erklärte der Vorstandsvorsitzende von Evonik, Dr. Klaus Engel.

Leo Dautzenberg wollte am Donnerstag auf Nachfrage in seinem Berliner Evonik-Büro zu seinen Zukunftsplänen nicht Stellung beziehen. Da es sich dabei um seine „persönliche Lebensplanung“ handele, wolle er dazu nichts sagen.

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