Leitfaden für das Leben im Alter

Von: Pia Wilbrand
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Mitglieder des „Runden Tischs Seniorenarbeit Hückelhoven” übergaben im Rathaus den ersten Seniorenratgeber an Bürgermeister Bernd Jansen. Foto: Koenigs

Hückelhoven. „Unsere Gesellschaft wird älter, weniger, bunter. Heute widmen wir uns mal dem Älterwerden”, kündigt Bürgermeister Bernd Jansen an. „Es wird Aufgabe der Kommunen sein, attraktive Rahmenbedingungen für ältere Menschen zu schaffen.”

Diese Aufgabe beschäftigt die Mitglieder des 2009 gegründeten „Runden Tisch Seniorenarbeit”. Ein Ergebnis ihrer Arbeit ist der nun veröffentlichte 70 Seiten starke Seniorenratgeber für Hückelhoven. Dieser solle ein Leitfaden sein für das Leben im Alter.

„Wir wollten den Ratgeber modern und zeitgemäß gestalten, nicht zu pflegelastig”, erklärt Heinz Josef Schmitz, Leiter des Sozialamtes der Stadt Hückelhoven. „Ruhestand bedeutet nämlich nicht gleichzeitig Stillstand. Rentner wollen weiter aktiv bleiben und dabei möchten wir sie unterstützen.”

Neben Beratungsangeboten bietet der Ratgeber deshalb auch Informationen zu Bildungs- und Freizeitveranstaltungen. Ziel sei es zum Beispiel, die Bandbreite an Möglichkeiten aufzuzeigen, die Senioren für ihre Freizeitgestaltung nutzen können. Mit dem Seniorenratgeber könne ein an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasstes Netzwerk entstehen mit Kontaktadressen und Hilfestellungen zu allen Lebenslagen. „Sie sollen das Gefühl bekommen, dass an sie gedacht wird, dass sie wahrgenommen und ernst genommen werden.”, betont Waltraud Kremlitschka, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes für die Region Heinsberg.

Die Gründung eines Arbeitskreises, der sich speziell mit Themen für das Leben im Alter beschäftigt ist Hückelhovens Antwort auf den demografischen Wandel. Die letzte Altersstrukturanalyse habe ergeben, dass fast 38 Prozent der Bevölkerung der Stadt über 50 Jahre alt sind und es in knapp fünf Jahren bereits 40 Prozent sein werden. Deshalb müssten Rahmenbedingungen geschaffen werden, die für aktives und gesundes Älterwerden erforderlich sind.

Damit der Seniorenratgeber aktuell bleibt, überlegen der Runde Tisch und Franz Schotten, dessen Werbeagentur Schotten-Design für den Druck des Heftes zuständig war, Neuauflagen im Abstand von drei Jahren auszuarbeiten. Die Druckauflage des ersten Seniorenratgebers beträgt 2000 Stück. Einige Exemplare sollen auf Seniorenfahrten verteilt werden, für Interessenten liegen sie aber auch im Rathaus zur Abholung bereit.
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