Leihstationen für Fahrräder

Von: Dettmar Fischer
Letzte Aktualisierung:

Kreis Heinsberg. „Drei Pionierstationen“ wird die WestVerkehr im Kreis Heinsberg einrichten. Den Begriff für die neuen Mobilstationen prägte Franz-Michael Jansen, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Verkehr.

Im Rahmen der Ausschusssitzung hatte Diplom-Ingenieur Udo Winkens im Namen der WestVerkehr das neue Nahverkehrsprojekt vorgestellt.

Ein bisschen erinnert es tatsächlich an die Pioniere, die den Wilden Westen eroberten, diesmal nicht mit dem Planwagen, sondern mit dem Fahrrad. Ob dieses Angebot dem Auto ein paar Straßenkilometer abspenstig machen wird, wird davon abhängigen, ob die Bürger Neuland betreten werden. So geht’s: an zunächst drei Verkehrsknotenpunkten wird die WestVerkehr ihre für den Kreis Heinsberg neuartigen Mobilstationen einrichten.

„Verknotet“ werden Bus und Bahn und das vorhandene Carsharing mit Fahrrädern, die an den Stationen unkompliziert ausgeliehen werden können, wenn sich der Nutzer zuvor registriert hat. Zu entleihen sind normale Räder und auch E-Bikes. Die Stationen werden am Busbahnhof in Heinsberg, bei der WestVerkehr am Geilenkirchener Bahnhof und am Bahnhof in Erkelenz in Form von Containern mit Zugangselektronik errichtet. Im Juli werde über die beantragten Fördermittel entschieden. Bei einem positiven Bescheid könnte die Planung, so Udo Winkens, in diesem Jahr vonstatten gehen und die Umsetzung in 2016 erfolgen.

Auch zum Multibus gab Winkens den Ausschussmitgliedern einen Sachstandsbericht. Der Multibus habe sich 2015 bei 110.000 Fahrgästen eingependelt und erreiche somit die seit 2012 eingefahrenen Zahlen. Drei Kleinbusse mit Anhängerkupplung etwa für den Fahrradanhänger und zwei mit Hublift für Rollstühle wurden angeschafft und bieten noch mehr Flexibilität.

Im Vergleich zum Vorjahr, als mit einem normalen Bus plus Hänger 18 Räder transportiert wurden, sei diese Zahl mit dem Multibus plus Anhänger bereits zur Jahresmitte 2016 erreicht worden. Winkens: „Die Kunden haben Service und Beförderung sehr positiv aufgenommen. Eine größere Flexibilität kann man sich beim Fahrrad nicht vorstellen.“ Eine Buchung des Multibusses mit dem Smartphone über Web-App werde im Laufe des Jahres ebenfalls angeboten.

Die Gesamtbilanz von 2015 könne 2016 gehalten werden, so Udo Winkens. 2015 standen Kosten in Höhe von 150.969 Euro Einnahmen von 170.701 Euro gegenüber. Winkens schlug vor, über einen „Komfortzuschlag“ von einem Euro, der vielleicht von Sponsoren aufgebracht werden könnte, nachzudenken. Der Ausschuss wird dies in einer der nächsten Sitzungen tun.

Angenommen wurde vom Ausschuss ein Antrag der CDU-Kreistagsfraktion, die Verwaltung möge die Errichtung von Elektro-Tankstellen für Autos im Kreis Heinsberg prüfen.

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