Lehrgang: Unfallszenario fordert Feuerwehrleute heraus

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Aus- und Fortbildung ist wichtig für Feuerwehrleute: In Gangelt wurde ein Lehrgang in technischer Hilfeleistung erfolgreich abgeschlossen.

Kreis Heinsberg. Eine wichtige Aufgabe der Feuerwehren ist das Retten von verunglückten Personen, zum Beispiel nach einem Verkehrsunfall. Dies stellt besondere Anforderungen an die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst dar. Die dazu notwendigen speziellen Kenntnisse zu Geräten und Einsatztaktiken werden im Lehrgang „Technische Hilfeleistung“ vermittelt.

Schwerpunkte dieses Lehrgangs sind dabei rechtliche und physikalische Grundlagen, Bewegen und Heben von Lasten sowie das Sichern bei Hoch- und Tiefbauunfällen. Besonderer Wert wird dabei auf die Rettung von Patienten aus Pkw und Lkw gelegt. Die Mindestdauer des Lehrgangs liegt bei 35 Stunden, im Kreis Heinsberg sieht der Ausbildungsplan jedoch höhere Anforderungen und somit eine längere Ausbildungsdauer vor.

In diesem Jahr konnte Lehrgangsleiter Günter Paulzen 23 Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen aus dem gesamten Kreisgebiet begrüßen. Diese Einsatzkräfte wurden in 50 Stunden theoretisch und praktisch auf dem Gelände des Bauhofs der Gemeinde Gangelt weitergebildet.

Eine besondere Herausforderung stellte die Abschlussprüfung dar. Das Szenario: In einem Kreisverkehr an der Johann-Conen-Straße in Gangelt fuhr ein Traktor auf zwei Pkw auf, dabei wurden mehrere Personen schwer eingeklemmt. In drei Gruppen aufgeteilt, mussten die Prüflinge zunächst die drei Fahrzeuge stabilisieren, um anschließend mit Hilfe von Hebekissen eine Person unter dem Traktor zu befreien. Danach wurde eine weitere Person mit Hilfe von Rettungsschere und -spreizer aus einem der Fahrzeuge befreit.

Lehrgangsleiter Günter Paulzen zeigte sich besonders erfreut von dem Engagement, das die Teilnehmer zeigten. Im hektischen Berufsalltag sei es heutzutage nicht selbstverständlich, dass junge Menschen sich nach der Arbeit und am Wochenende ihre Freizeit für den Dienst am Nächsten opfern.

Diese Feuerwehrangehörige haben den Lehrgang erfolgreich absolviert: Jesica Bladowski (Erkelenz), Tom Franken, Sebastian Maaßen, Barbara Formen, Christopher Drießen (alle Gangelt), Stefan Steegers, Carmen Aretz, Philipp Vieten, Tobias Reichardt (alle Geilenkirchen), Christoph Basten, Thomas Brudermanns, Tobias Peters, Thomas Melchers (alle Heinsberg), Sascha Junker, Max Papajewski (beide Hückelhoven), Marc Kouchen (Übach-Palenberg), Tim Wilms, Marvin Magalhaes (beide Waldfeucht), Christoph Ramakers, Timo Phillipen (beide Wassenberg), Stephan Lingen, Rainer Ropohl, André Schmitz (alle Wegberg).

Ausrichter dieses Lehrgangs war der Kreisfeuerwehrverband Heinsberg. Dieser besteht aus den Freiwilligen Feuerwehren der zehn Städte und Gemeinden des Kreises Heinsberg sowie aus der Flugplatzfeuerwehr des Nato-E3A-Verbandes in Geilenkirchen-Teveren.

Zurzeit hat der Kreisfeuerwehrverband Heinsberg eine Mitgliederzahl von 3522 Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen, die sich in 69 aktiven Kameradinnen und 2326 aktive Kameraden, 800 Kameraden der Ehrenabteilung sowie 396 Jungen und Mädchen in den Jugendfeuerwehren aufgliedern.

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