Lehrgang: Mit neuen Techniken Menschenleben retten

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Für den Ernstfall gerüstet: Die Schulung der Einsatzkräfte muss im Kreis Heinsberg besonders hohen Anforderungen entsprechen.

Kreis Heinsberg. Der Kreis Heinsberg hat den ersten von zwei für dieses Jahr vorgesehen Lehrgängen der „Technischen Hilfeleistung“ für Feuerwehrangehörige des Kreises durchgeführt. Aufgrund des hohen Gefahrenpotenzials legt der Kreis Heinsberg als Ausrichter höhere Anforderungen an diesen Lehrgang an als die geforderten 35 Stunden, die vom Land Nordrhein-Westfalen gefordert sind.

An zwei Tagen pro Woche sowie an vier Samstagen wurden die Einsatzkräfte in 56 Stunden theoretisch und praktisch auf dem Gelände des Bauhofs der Gemeinde Gangelt weitergebildet. Im ersten Lehrgang konnte Lehrgangsleiter und stellvertretender Kreisbrandmeister Günter Paulzen 24 Teilnehmer aus dem gesamten Kreisgebiet begrüßen. „Für mich ist es wichtig, dass beim TH-Lehrgang auf Kreisebene den Teilnehmern neue Techniken vermittelt werden. Ziel soll sein, auf Kreisebene eine nahezu einheitliche Vorgehensweise anzuwenden“, so Paulzen.

Eine wichtige Aufgabe der Feuerwehren ist unter anderem das Retten von Menschen nach einem Verkehrsunfall. Die besonderen Anforderungen, die an die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst gestellt werden, sowie die notwendigen speziellen Kenntnisse zu Geräten und Einsatztaktiken werden auf diesem Lehrgang vermittelt. Inhalte sind die rechtlichen und physikalischen Grundlagen, das Bewegen und Heben von Lasten sowie das Sichern bei Hoch- und Tiefbauunfällen. Einer der Schwerpunkte liegt dabei auf der patientenorientierten technischen Rettung aus Kraftfahrzeugen.

Am Ende des Lehrgangs stand für die 24 Teilnehmer die Abschlussprüfung. Unter den kritischen Augen des Kreisbrandmeisters Klaus Bodden mussten die Teilnehmer ihre Prüfungen absolvieren. Für eine der Gruppen bot sich ein komplexes Szenario: Aufgabe war es, nach einem Auffahrunfall eine im Fahrzeug eingeklemmte Person unter einem Containerfahrzeug zu retten. In einer anderen Übungslage musste der Fahrer eines auf der Seite liegenden brennenden Fahrzeugs gerettet werden. „Wir versuchen immer öfter, durch den Einsatz von hydraulischen Rettungszylindern das deformierte Fahrzeug wieder in die Ursprungsform zu drücken oder mögliche Rettungsöffnungen so groß wie möglich zu schaffen, umso eine schnelle Rettung durchführen zu können“, sagte Bodden.

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