Lehrer tanzen beim Konzert ihrer Schüler

Von: Pia Wilbrand
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Der Chor konnte das Publikum mit seinen Songs sogar zum Mitmachen anrimieren. Foto: Wilbrand

Wegberg. . Ist es möglich in nur 52 Stunden ein eineinhalbstündiges Konzert auf die Beine zu bringen, das dann neben der bloßen Sicherheit in Text und Melodie auch noch die Zuhörer mitreißt?

Auch wenn diese Vorstellung wie eine Utopie erscheint, haben die Schüler des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums aus Wegberg es geschafft. Dafür haben sie ein Wochenende lang mit der Gospelsängerin Beverly Daley aus Wassenberg durchschnittlich 7 Stunden täglich im Pädagogischen Zentrum geprobt.

„Ich hätte gerne vor zwei Jahren schon mitgemacht, aber da ging das wegen meiner Klausuren nicht”, erzählt Lisa Ingenfeld, eine der 50 Teilnehmer des Projektes. Sie ist 19 Jahre alt und steht kurz vor dem Abitur. Obwohl es nur noch 15 Minuten bis zum Auftritt sind, wirkt sie nicht nervös. Vielleicht liegt es an ihrer Erfahrung, die sie in musikalischer Hinsicht bereits in einem Heinsberger Chor gesammelt hat.

Wie Lisa singen viele der Schüler bereits in Chören, „aber manche machen auch einfach mal aus Interesse mit”. Bereits 2008 bot Beverly Daley das Voice Training Weekend an. Auf Initiative der Schülerinnen Lea Bündgen, Mira Leichter und Kathi Wilhelmy stellte Leas Mutter Rita Bündgend nun den Kontakt zwischen der Gospelsängerin und der Schule erneut her. Vorgaben für die Anmeldung für das Voice Traning Weekend mit Beverly Daley habe es keine gegeben. Die Proben waren für alle Schüler des Gymnasiums offen. „Lehrer machen aber auch mit, vor allem im Bass und Tenor”, da es wenige männliche Interessenten für den sporadischen Schulchor gegeben habe.

Durch das Programm führten die motivierenden und emotionalen Moderationen von Maite Abrahams und Julia Röttinger. Sie unterhielten die Zuhörer mit Anekdoten und Zitaten aus den Proben des Wochenendes. Aber : „Gospel macht man mit”, so die Überzeugung der Sänger und deswegen musste das Publikum Aufwärm - und Atemübungen selber einmal ausprobieren und tanzte bei den dynamischen Stücken sogar mit. Dazu gehörten etwa Michael Jacksons „Beat It” oder „Hit the Road Jack”, bei dem Michelle Seifert mit einem eindrucksvollen Solo brillierte.

Der Chor konnte aber auch leisere Töne anschlagen, wie etwa mit „Tears in Heaven” oder dem „Earth Song”. Unterstützung bekamen die Nachwuchssänger dabei von Wolfram Scharf, dem Direktor und Pianisten des Chors und Christian Cluxen, ebenfalls am Piano, sowie Klaus Samusch am Bass, Nils Plum am Schlagzeug und der Saxophonistin Mylene Schrijen. Beverly Daley stand in den Reihen der Sänger und gab mit ihren souligen Solos den Songs den letzten Schliff.
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