Lebenshilfe würdigt das Engagement der Ehrenamtlichen

Von: cbo
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Bei der Lebenshilfe: Auch Musi
Bei der Lebenshilfe: Auch Musik war angesagt beim Tag des Ehrenamtes im Erkelenzer Werkstattbetrieb. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. „Wir danken im Namen unserer Mitarbeiter für Ihr Engagement. Lassen Sie in Ihrem Bemühen nicht nach, denn die Menschen mit Behinderung werden es ihnen danken”, so Klaus Meier, der Vorsitzende der Lebenshilfe Heinsberg, beim Tag des Ehrenamtes.

In der Werkstatt für behinderte Menschen in Erkelenz an der Brüsseler Allee fand er lobende Worte für die ehrenamtlichen, aber auch für die hauptberuflichen Mitarbeiter, die für einen reibungslosen Ablauf vor Ort sorgen. Auch die neue Ehrenamtskoordinatorin. Maria Nolden, freute sich über die Begegnung mit den ehrenamtlich Tätigen im Alter zwischen 16 und 70 Jahren. Besonders über ihre Motivation, sich für behinderte Menschen einzusetzen, wollte sie mehr erfahren.

Der Tag des Ehrenamtes in der neuen Erkelenzer Werkstatt feierte eine Premiere, da normalerweise immer am Gründungstag der Lebenshilfe - am 29. Januar - gefeiert wurde. Aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse zu dieser Jahreszeit wurde das Fest in den Sommer verlegt, damit mehr Ehren­amtler die Chance hatten, diesem Fest beizuwohnen.

Gemeinschaftsgefühl stärken

Im Vorfeld des geselligen Beisammenseins stand die Besichtigung des neuen Betriebs, der im April letzten Jahres eröffnet worden war, auf dem Programm. Rund 100 behinderte Menschen arbeiten derzeit in Erkelenz. Im großen Lagerbereich wird nach dem „just-in-time-Prinzip” gearbeitet. Dirk Voß, der Leiter für Arbeit und Technik, erläuterte, dass acht bis zehn Mitarbeiter in zehn Tagen 2500 Kartons verpacken. Die Lebenshilfe setzt dabei auf gemischte Gruppen, damit auch Menschen, die eine schwerere körperliche Beeinträchtigung haben, mitwirken können.

Die Zielsetzung laut Voß besteht darin, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken, aber gleichzeitig auch mit Druck- und Stresssituationen des normalen Arbeitsalltags vertraut zu machen. Auch bei der Aktenvernichtung und in den beiden angrenzenden Produktionsbereichen, in denen Verpackungs- und Montagearbeiten verrichtet werden, ist die Arbeit in drei Schwierigkeitsstufen aufgeteilt. Gleichzeitig sind die Arbeitsplätze so eingerichtet, dass der individuelle Grad der Behinderung einen reibungslosen Ablauf gewährleisten kann.

Es bleibt jedoch nicht nur bei der reinen Arbeit, sondern mit Hilfe der zuständigen Betreuer werden Förderziele vereinbart, um die Mitarbeiter entsprechend zu schulen und in ihrer Entwicklung weitere Schritte nach vorne gehen zu lassen. Neben den drei manuellen Gruppen gibt es die Aufbaugruppe. Da stellen die Mitarbeiter den Feueranzünder „k-lumet” her. Darüber hinaus soll in dieser Gruppe das Sozialverhalten untereinander trainiert werden, um im Arbeitsprozess bestehen zu können. Die Fördergruppe kümmert sich um mehrfach schwerstbehinderte Menschen, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten, unterstützt und fortgebildet werden sollen. Dazu gehören auch eine Intensiv-Pflege sowie entsprechende Entspannungsräume. Voller Stolz verwies Voß auch auf die Mitarbeiter, die im Außendienst tätig und am normalen Arbeitsalltag beteiligt sind. Die Lebenshilfe setze darauf, es den behinderten Menschen möglich zu machen, im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten ihr persönliches arbeitstechnisches Optimum zu erreichen und dadurch ein normales Leben führen zu können, so Voß.

Die 150 anwesenden ehrenamtlich Tätigen wurden an diesem Abend nicht nur mit kulinarischen Genüssen verwöhnt, sondern gemeinsam mit Beate Theißen sorgte „Inclusio meets Music” für Begeisterung.
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