Kreis Heinsberg - Lebenshilfe lässt Vespa in neuem Glanz erstrahlen

Lebenshilfe lässt Vespa in neuem Glanz erstrahlen

Letzte Aktualisierung:
8539572.jpg
Die Vespa läuft – und sieht aus wie neu, stellen die Schrauber und ihre Helfer fest: KSK-Juniorgeschäftsführer André Schreinemachers, die Projektteilnehmer Marcel Porta, Linus Plebs, Marlon Ermler, Rainer Müller von Motor Müller, Pascal Schrod von HST-Hydro-Span-Technik und Projektleiter Marcus Stüllenberg. Im Schaufenster von Motor Müller ist das gute Stück derzeit zu bewundern.

Kreis Heinsberg. Sie haben monatelang geschraubt, gehämmert, getüftelt und lackiert. Doch die Arbeit hat sich gelohnt. Im Herbst des vergangenen Jahres suchte die Lebenshilfe Heinsberg eine alte Vespa, um sie im Rahmen eines Bildungsangebotes für Menschen mit Behinderung zu restaurieren.

Eine Welle der Unterstützung rollte an: Gleich mehrere Spender meldeten sich und schenkten ihren alten Roller dem Familien unterstützenden Dienst (FuD) der Lebenshilfe. Auch Firmen aus der Region boten Unterstützung an. So räumte das Hückelhovener Zweiradfachgeschäft Motor Müller kurzerhand einen Arbeitsplatz in seiner Werkstatt frei, damit die Schrauber genügend Platz und gutes Werkzeug zur Verfügung hatten. Die Firma Hydro Span Technik HST half mit bei Fräs- und Drehbankarbeiten, die KSK Autoklinik gleich nebenan übernahm kostenlos die Lackierung des Rollers. Jetzt erstrahlt die Piaggio PK 50 XL in neuem Glanz – generalüberholt und mit TÜV-Bescheinigung über den technisch einwandfreien Zustand.

„Es war nicht immer einfach, die Originalteile zu reparieren, und manche Ersatzteile waren auch nicht leicht zu beschaffen“, berichtet Marcus Stüllenberg, Zweiradmechaniker und Heilerziehungspfleger, „aber die Motivation und das Interesse der Teilnehmer, die Technik zu verstehen und Probleme gemeinsam zu lösen, war überwältigend.“ Er leitete das Bildungsprojekt des FuD, das mit Unterstützung der Lebenshilfe-Stiftung realisiert werden konnte. „Aber wir haben es geschafft! Wäre ja auch langweilig, wenn‘s einfach gewesen wäre“, so Projektteilnehmer Marcel Porta. „Viele junge Menschen mit Behinderung haben Interesse an motorisierten Fahrzeugen, einige haben auch ­einen Moped-Führerschein. Mit dem Restaurationsprojekt wollten wir in einfacher Sprache und unter fachmännischer Leitung einen Einblick geben in die Werkstattarbeit“, erklärt Judith Liebens, Leiterin des FuD.

In der regionalen Vespa-Szene sind die drei Schrauber der Lebenshilfe mittlerweile bekannt. „Viele Schrauberfreunde hatten von unserem Projekt gehört und kamen immer wieder in der Werkstatt vorbei, schauten uns über die Schulter, wollten die Teilnehmer kennen lernen und gaben gute Ratschläge oder packten auch einmal mit an“, erzählt Marcus Stüllenberg.

Nun soll die Vespa für den guten Zweck verlost werden: „Vielleicht erzielen wir mit dem Losverkauf genügend Einnahmen, um die nächste Maschine restaurieren zu können“, so die Hoffnung von Judith Liebens.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert